Eine Wohlfühloase im Herzen Ellwangens

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Ursula Merz betreibt seit 1986 das Café Omnibus am Ellwanger Marktplatz.
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Das Café Omnibus in Ellwangen ist kein Geheimtipp, sondern eine Institution. Seit 1986 wird die kleine Wohlfühloase mitten in der Stadt von Ursula Merz betrieben.

Ellwangen. Wenn es einen lauschigen Platz in Ellwangen gibt, dann das Café Omnibus.  Zentral gelegen und doch ein wenig versteckt hinter einer großen Mauer, findet sich dieses Kleinod direkt am Marktplatz. Hier empfängt Ursula Merz seit nunmehr 36 Jahren ihre Gäste. 

Wer durch den Torbogen von der Apothekergasse ins Café Omnibus schreitet, entdeckt ein wahrlich verwunschenen Platz. Dass kleine Café ist so unfassbar liebevoll und gemütlich eingerichtet, dass man sofort den Alltag hinter sich lassen kann. Eingewachsen von immergrünem Efeu verströmt die Außenterrasse des Cafés die pure Behaglichkeit. Verantwortlich für dieses zauberhafte Örtchen ist Ursula Merz, die 1986  zur Café-Betreiberin geworden ist. Die gelernte Lufthansa-Stewardess hat sich damals - mehr oder weniger - dazu überreden lassen, das Lokal in Ellwangen zu übernehmen. "Mein Traum war das nicht", erzählt Ursula Merz. "Schon damals war mir klar, dass das richtig viel Arbeit wird."Und ihre Vorahnung sollte sie nicht täuschen. Trotzdem bereut Merz nicht, den Schritt in die Selbstständigkeit vor 36 Jahren gewagt zu haben. Heute liebt sie es, Gastgeberin zu sein. "Bei mir sollen sich die Menschen wie zuhause fühlen. Und das tun sie auch. Ich bekomme so viel positive Rückmeldungen. Viele Gäste sagen, dass es sich im Café Omnibus wie im Urlaub anfühlt. Das ist für mich Motivation, immer weiterzumachen."

Selbst während des Corona-Lockdowns konnte Ursula Merz nicht ohne ihr kleines Café sein. "Ich war jeden Tag hier und habe  dann eben geputzt - jede Ecke." Wie sehr Merz ihr Lokal liebt, sieht man aber nicht nur an den blitzeblanken Ecken oder an der blühenden Außenterrasse, sondern auch an der Inneneinrichtung. Ursula Merz setzt hier auf stilvolle, antike Möbel und könnte damit jedem Wiener Kaffeehaus Konkurrenz machen. So wundert es am Ende auch nicht, dass man im Omnibus Spezialitäten wie einen Fiaker Kaffee mit Kirsch und Sahne oder einen Kaffee "Vienna" ordern kann.  Wobei auch passionierte Tee-Trinker bei Ursula Merz auf ihre Kosten kommen. Im Omnibus werden besondere Tees in der Tea-For-One-Kanne kredenzt. Das Angebot kommt an.

Genauso wie die selbst gemachten Blechkuchen, die in großzügigen Portionen auf den Tellern der Gäste landen. Das Angebot variiert hier je nach Jahreszeit; im Sommer reicht die Palette vom klassischen Apfelstreuselkuchen bis zur Mandarinen-Quarkschnitte; im Winter kommt beim Backen viel Schokolade zum Einsatz, da darf es dann auch schon mal eine Donauwelle sein. 

Wer abends noch auf ein Limoncello Spritz oder einen Himbeerhugo im Omnibus vorbeischaut, kann sich mit herzhafter Quiche verwöhnen lassen. Normalerweise bietet das Lokal hier ebenfalls ein breites Spektrum. Da die Köchin des Cafés derzeit erkrankt ist, gibt es momentan allerdings ein etwas schmaleres Programm. Macht aber gar nichts, denn die Gäste kommen so oder so. Das wird klar, wenn man den Thekengesprächen lauscht: "Nimmsch oi bissle Sahne ufm Abfelkucha?" "Noi, dafür isch's mir heud zu heiß. Abr morga wiedr!"

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