40. Dienstjubiläum: Ellenbergs Bürgermeister Rainer Knecht wird mit Lob und Dank überhäuft  

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Rainer Knecht hat am Dienstag 40. Dienstjubiläum gefeiert. Landrat Joachim Bläse überreichte die Dankurkunde und Präsente. Für Knechts Ehefrau Maria gab es einen Blumenstrauß.
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Feierstunde im Rathaus mit Bläse, Bier und belegten Brötchen.

Ellenberg. Der Ruhestand ist für ihn schon in Sichtweite. Am 30. September wird Ellenbergs Bürgermeister Rainer Knecht sein Amt niederlegen. Bevor es so weit ist, stand für ihn jetzt aber noch ein rundes Dienstjubiläum an. Seit 40 Jahren ist Knecht im öffentlichen Dienst beschäftigt, davon entfallen allein 30 Jahre auf seine Zeit als Bürgermeister in Ellenberg. Dass der Rathauschef in diesen drei Jahrzehnten vieles richtig gemacht haben muss, zeigte sich nicht nur in der sehr persönlich gehaltenen Laudatio von Landrat Joachim Bläse.

Bläse war am Dienstag höchstpersönlich nach Ellenberg gereist, um Knecht die Dankurkunde des Landes Baden-Württemberg auszuhändigen und um ihn für sein „solides, besonnenes und unaufgeregtes Arbeiten“ als Bürgermeister und als Kreisrat zu würdigen. Mit seiner sehr menschlichen Art habe Knecht “Großes” geleistet, vor allem für seine Gemeinde Ellenberg, die unter seiner Führung beständig, um rund zehn Prozent, gewachsen sei – trotz sehr überschaubarer finanzieller Mittel. Das allein sei schon „herausragend“,  betonte Bläse.  Dass Knecht, der 2017 mit über 99 Prozent der Stimmen  im Amt bestätigt worden war, jetzt freiwillig und vorzeitig seinen Posten räumt, sei für Ellenberg ein Verlust. Gleichwohl nötige ihm diese Entscheidung „Respekt“ ab, sagte der Landrat, der in diesem Zuge aber auch sehr deutlich machte, dass er  Knechts Entschluss nachvollziehen kann. Denn: Die Arbeit eines Bürgermeister sei in den vergangenen Jahren nicht leichter geworden. In der Corona-Pandemie seien die Herausforderungen noch einmal gewachsen. Und dann habe man sich noch nicht einmal mehr die Hände geben dürfen. „Das ist ja überhaupt nichts für einen Menschen wie Rainer Knecht“, so Bläse, der dem Ellenberger Bürgermeister abschließend noch eine ganz besondere Gabe attestierte. Knecht würde einen anderen Menschen nicht nur sehen, er nehme ihn auch wahr. „Das ist seine eigentliche Stärke.“ Es käme nicht von ungefähr, dass der Ellenberger Gemeinderat mutmaßlich das einzige Gremium im gesamten Landkreis ist, das gemeinsam in der Freizeit wandern geht, mutmaßte ein schmunzelnder Landrat abschließend.

Weitere Glückwünsche kamen am Dienstag noch von den Gemeinderäten. Peter Higler erklärte stellvertretend für das Gremium, dass man in Ellenberg stolz darauf sei, so einen „guten Mann“ 30 Jahre als Bürgermeister im Ort gehalten zu haben. „Wobei das auch ein bisschen für uns Ellenberger spricht“, wie Higler augenzwinkernd anfügte. Kämmerer Jürgen Bieg gratulierte danach im Namen der Rathausmitarbeiter und übergab einen großen Präsentkorb. Er sei dankbar, dass er 30 Jahre mit Knecht zusammenarbeiten durfte, erklärte Bieg.  

Der angehende Pensionär freute sich über die vielen warmen Worte und darüber, dass nicht nur der Gemeinderat nahezu vollzählig erschienen war, sondern auch seine Ehefrau Maria – obwohl er sie „schon ein bisschen überreden musste“. Für die Gattin gab es dafür als Dankeschön einen Blumenstrauß vom Landrat. Ehe es dann zu Bier und Brötchen überging, folgte noch ein kurzer inhaltlicher Austausch zwischen Gemeinderat und Landrat - der weniger heiter ausfiel als die kleine Jubiläumsfeier. 

Podcast: Ein Glas mit Lars

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