Corona: zehn Ampeln für Ellenberg

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CO2-Ampel kommen in Ellenberg zum Einsatz.

Zehn CO2-Ampeln sind künftig in Schule und Kindergarten in Ellenberg im Einsatz. Luftfilter vorerst nicht.

Ellenberg. „Unser Ziel ist es natürlich, Schule und Kindergarten offen zu halten“, so Bürgermeister Rainer Knecht im Gemeinderat. Ellenberg habe sich bei den beiden Förderprogrammen für Luftfilter und CO2-Ampeln angemeldet und auch gleich zehn Ampeln bestellt: Die gehen jeweils zur Hälfte an Schule und Kindergarten, sind geliefert worden und betriebsbereit. „Ich bin froh, dass wir da so schnell geschaltet haben“, sagte Knecht.

Bei den Luftfiltern sei die Sache schwieriger, die Meinungen recht unterschiedlich. „Wir sind im Kontakt mit anderen Gemeinden, um zu schauen, welche Erfahrungen diese damit machen“, berichtete er. Hauptamtsleiterin Anna-Lisa Bohn ergänzte: Für ein Gerät hätte die Verwaltung den Förderantrag gestellt. Dieses könne im Fall einer Förderung dann ein Test sein, ob die Geräte sinnvoll für Klassenzimmer sind. Man müsse Neben- und Wartungskosten berücksichtigen und die Tatsache, dass trotz Filter alle 20 Minuten gelüftet werden müsse. Eine Entlastung der Kinder im Winter, die beim ständigen Lüften frieren, brächte der Filter nicht. Das Gerät koste rund 2000 Euro und würde im Fall einer Förderung zu 50 Prozent bezuschusst. Auch Knecht bremste: „Wir haben große Räume und große Fenster. Wir müssen da jetzt nicht blauäugig bestellen.“ Schulleiterin Marie-Luise Rettenmaier wünsche sich für jede Klasse ein Gerät.

Ratsmitglied Anton Wolf fürchtet, dass die Luft zu steril werden könne, die Kinder keine Abwehrkräfte entwickeln könnten. Kollege Markus Brenner berichtete, dass die Filter sich öfter automatisch abschalteten, wenn der Raum gelüftet werde. Ellenbergs Räte wollen es, wie Knecht und Bohn empfahlen, bei einer möglichen Förderung mit einem Gerät versuchen und sich die Sache dann ansehen. pe

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