Interview

"Es fühlt sich immer noch unwirklich an"

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Anna-Lisa Bohn ist am Sonntag mit überwältigender Mehrheit zur neuen Bürgermeisterin von Ellenberg gewählt wurden. Die 26-Jährige wird das Amt von Rainer Knecht offiziell zum 1. Oktober dieses Jahres übernehmen.
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Die neu gewählte Bürgermeisterin von Ellenberg, Anna-Lisa Bohn, kann ihren Wahlsieg vom Sonntag noch immer nicht richtig fassen.

Ellenberg.Mit überwältigender Mehrheit ist  Anna-Lisa Bohn am Sonntag zur neuen Bürgermeisterin von Ellenberg gewählt worden. Wir sprachen einen Tag nach ihrem klaren Sieg mit der 26-Jährigen über ihre aktuelle Gefühlslage und über ihre Pläne für die Gemeinde.

Frau Bohn, Sie haben gestern mit überwältigender Mehrheit die Bürgermeisterwahl in Ellenberg gewonnen. 81 Prozent der wahlberechtigten Ellenberger stimmten für Sie. Haben Sie diesen Erfolg überhaupt schon richtig realisiert? Ich muss zugeben, dass es sich immer noch etwas unwirklich anfühlt. Als Bürgermeister Rainer Knecht das Ergebnis in der Elchhalle bekanntgegeben hat, dachte ich erst, er hätte sich vielleicht versprochen. Es war unfassbar. Und das ist es eigentlich immer noch für mich.

Was, glauben Sie, war das Geheimnis Ihres Wahlerfolgs? Ich denke, es war auf jeden Fall von Vorteil, dass ich als Hauptamtsleiterin der Gemeinde bereits in viele Themen gut eingearbeitet bin. Das hat mir im Wahlkampf definitiv geholfen.

Aber, dass die Wahl so deutlich für Sie ausgeht, wird Sie vermutlich trotzdem selbst überrascht haben. Ja, natürlich. Wobei ich sagen muss, dass ich in den vergangenen Wochen sehr viel positives Feedback von den Menschen in Ellenberg bekommen habe. Und das war ganz offenbar immer ehrlich gemeint. Was mich aufrichtig freut. Mit diesem großen Rückhalt kann ich gut in das neue Amt starten.

Wie geht es denn jetzt im Rathaus für Sie weiter? Am 29. September wird Bürgermeister Rainer Knecht verabschiedet; gleichzeitig werde ich offiziell ins Amt eingeführt. Bis dahin ist ausreichend Zeit, um mich auf die neue Aufgabe vorzubereiten. Was gut ist. Wir werden so einen reibungslosen Übergang hinbekommen.

Haben Sie sich schon überlegt, was Sie in Ihrer ersten Amtszeit unbedingt für Ellenberg erreichen möchten?  Die Gestaltung der Dorfmitte samt Dorfplatz und Rathausneubau ist mir schon ein großes Anliegen. Davon kann die ganze Gemeinde nur profitieren. Dieses Projekt möchte ich in den ersten acht Jahren als Bürgermeisterin auf jeden Fall angehen. Die Grundlagen dafür wurden ja auch schon geschaffen. Außerdem ist es mir wichtig, dass die Menschen auch weiterhin gerne in Ellenberg leben. Es gibt hier einen so großen, tollen Zusammenhalt unter den Bürgern. Das möchte ich unbedingt bewahren.

Ist es für Sie denn denkbar, dass Sie – ähnlich wie Rainer Knecht – noch die eine oder andere  Amtszeit in Ellenberg anhängen? Na klar! Ich fühle mich unheimlich wohl in dieser Gemeinde.  

Wobei Sie ja noch in Frankenhardt wohnen. Werden Sie nach Ellenberg umziehen? Das ist auf jeden Fall vorstellbar. Mein Partner und ich müssen allerdings noch einen geeigneten Platz in Ellenberg finden – für uns und unsere Tiere. Zu uns gehören ja auch noch drei Zwergziegen. Und ohne die zieht mein Lebensgefährte nirgendwo hin – befürchte ich.  

Anna-Lisa Bohn ist am Sonntag mit überwältigender Mehrheit zur neuen Bürgermeisterin von Ellenberg gewählt wurden. Die 26-Jährige wird das Amt von Rainer Knecht offiziell zum 1. Oktober dieses Jahres übernehmen.

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