Faschingsskulptur nach Fischkopfland

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So sieht er aus, Hildegard Diemers Woodrockgeist.

Wie der Woodrockgeist von Hildegard Diemer in Schleswig Holstein eine neue Heimat findet. Und wer die Skulptur haben wollte.

Ellenberg

So manch einer fragt sich, was wohl aus dem diesjährigen Ellenberger Faschingsmotiv, dem geschnitzten Woodrockgeist der Ellenberger Faschingsgruppe geworden ist. Auch die Ellenberger Künstlerin Hildegard Diemer, die ihn mit viel Hingabe im Januar 2020 – wie schon im Jahr 2017 den Marterpfahl – für die Faschingsgruppe unentgeltlich geschnitzt hatte. Sie unterstützt damit den Zusammenhalt der jungen Erwachsenen gerne, da sie den Aufwand und die Liebe zum Detail und vor allem den Zusammenhalt dieser "Narren" bewundert.

Und wie damals wurde auch in diesem Jahr nach Fasching versucht, die Skulptur an den Mann zu bringen. "Was sich nie als schwierig gestaltet, das Interesse war jedesmal groß", berichtet Hildegard Diemer. 2017 fand der Marterpfahl ein Zuhause in Bühlerzell bei einer Familie, die passenderweise in einem Holzhaus wohnt. Diesmal, so Diemer weiter, meldeten sich auch wieder viele Interessenten. "Doch der Transport wurde zum Problem, da der Woodrockgeist doch etwas größer und ausladender ist."

Schließlich fand sich ein Interessent, dem kein Aufwand zu groß war; ein Holzliebhaber aus Schleswig Holstein, Landkreis Pinneberg, seines Zeichens Lkw-Oldtimer-Sammler, wollte die Skulptur haben. Also beschloss er, mit einem dieser historischen Fahrzeuge nach Ellenberg zu fahren und den Transport selbst zu stemmen.

Markus Rometsch von der Faschingsgruppe informierte die Künstlerin, dass der quirlige Oldtimerfan samt Frau am Pfingstwochenende anreisen würde um den Woodrockgeist abzuholen. Und fragte Hildegard Diemer, ob es ihr möglich wäre, dazuzukommen. "Klar", antwortete sie. Schließlich sei es immer schön zu wissen, wohin ihre Skulpturen kommen. Zudem liebt sie es, die Menschen kennen zu lernen, die solch einen Aufwand betreiben, um eines ihrer Werke zu bekommen.

Wie das Trumm auf den Truck verladen wird

Am Pfingstsamstag kurz nach Mittag traf der Fuhrunternehmer dann in Ellenberg/Gerhof ein, wo der Geist bis dahin lagerte. Mehrere Mitglieder der Faschingsgruppe waren mit organisiertem Radlader vor Ort, um das Trumm auf den Scania Oldtimertruck zu verladen. Sieben Mann halfen mit, ihn richtig zu lagern, zu stabilisieren und sicherten ihn.

Das Interesse, eine meiner Faschingsfiguren zu erwerben, ist jedes Mal groß.

Hildegard Diemer Künstlerin

Derweil unterhielt sich die Künstlerin mit Maggy, der Frau des Kunstliebhabers. Die beiden waren sich sofort "grün", was Markus Rometsch nebenbei lächelnd bemerkte. Und so ergab sich noch ein Besuch bei Hilde und Bifi, dem Mann der Künstlerin.

1300 Kilometer zurückgelegt für den Woodrockgeist

Klaus und Maggy (die Holzliebhaber) parkten den "Überlängentruck" an der Elchhalle und pausierten bei der Künstlerin auf Kaffee und ein sehr lustiges und nettes Gespräch. Etwa 650 Kilometer seien Klaus und Maggy seit Freitagmittag mit Rast gefahren. Und nun wieder dieselbe Strecke zurück. Das Schöne daran sei, dass in dem Oltimertruck nicht im Führerhaus genächtigt werde. Denn auf dem vorderen Teil der Ladefläche ist eine Wohngelegenheit eingebaut, sodass es doch relativ bequem sei, eine Pause mit Übernachtung einzulegen.

Diemers und das Holzliebhaber-Ehepaar Sieh freuten sich nach diesem Kennenlernen sehr, dass der Woodrockgeist nun in einem riesen Garten einen schönen Platz finden wird. Auch die Faschingsgruppe freut sich natürlich mit, dass die viermonatige einsame Einlagerung des Geistes jetzt beendet ist.

Mit Hilfe eines Radladers, den die Faschingsgruppe Ellenberg organisiert hatte, wurde die knorrige Faschingsfigur auf den Truck verladen.

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