Grundschule wird noch digitaler

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Die Räte beschließen für die Grundschule einen Medienentwicklungsplan für rund 37 000 Euro.

Ellenberg. Die Gemeinde Ellenberg will die seitens des Bundes und der Landesregierung für die Digitalisierung der Grundschulen bereitgestellten Fördermittel ausschöpfen. Hierzu hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einen Medienentwicklungsplan beschlossen.

Das Land wolle über das Förderprogramm „Digitalpakt Schule“ die digitale Infrastruktur an Schulen verbessern, erklärte der Bürgermeister, Rainer Knecht. Um die Gelder abrufen zu können, müsse ein Konzept in Form eines Medienentwicklungsplans vorgelegt werden. Das Erstellen dieses Investitionsplans sei mit einem gewissen Aufwand verbunden gewesen.

Der Kämmerer, Jürgen Bieg, erinnerte an die Dezembersitzung 2020, bei der die unterschiedlichen Förderprogramme vorgestellt hatte. Aus diesen Programmen könnten insgesamt 37 345 Euro abgerufen werden. Über die so genannte Digitalisierungspausschale, ein Sofortausstattungsprogramm, das „Schulbudget Corona“ und das Programm „Leihgeräte für Lehrer“ konnten bisher 18 624 Euro abgerufen worden. Aus dem „Digitalpakt Schule“ und einem Administration-Fördertopf könnten weitere 18 721 Euro generiert werden. Dazu müsse der genannte Medienentwicklungsplan vorgelegt werden.

Raumunabhängiges Lernen

Die Leiterin der Grundschule, Marie-Luise Rettenmaier, erinnerte an die Wünsche seitens des Lehrerkollegiums. Als Ziel nannte sie, dass in der Schule raumunabhängig mit digitalen Medien gearbeitet werden solle.

Mittlerweile seien für die Schüler mobile Endgeräte beschafft worden. Zu den Pfingstferien seien in allen Klassenräumen Netzwerkkabel montiert worden. Auf einen teuren Server soll verzichtet werden. Stattdessen soll eine Schul-Cloud installiert werden. Dem Kollegium seien eine einheitliche und bedienerfreundliche Ausstattung sowie die Nachhaltigkeit der Geräte und ein schnell greifbarer Service wichtig. Diesbezüglich erklärte Knecht, dass der Kreistag in Kürze die Zusammenarbeit von Grundschulen mit dem Kreismedienzentrum erörtern wolle.

Die Gesamtkosten für die seitens des Kollegiums geplanten Investitionen bezifferte Bieg auf insgesamt 43 756 Euro. Abzüglich der zu erwartenden Fördergelder in Höhe von insgesamt 37 345 Euro, verbleibe der Gemeinde ein Eigenanteil in Höhe von 6231 Euro. Der Schultes sprach dem Lehrerkollegium ein großes Lob für das Aufstellen des Medienentwicklungsplans aus. Dem Kämmerer dankte er für dessen Bemühungen, die zur Verfügung stehenden Fördermittel komplett abzuschöpfen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig das Konzept inklusive des vorgestellten Investitionspakets. Franz Rathgeb

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