Wasser und Abwasser wird teurer

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Wasserhahn Trinkwasser

Warum die Gebühren erhöht werden müssen und was nun auf die Ellenberger Bürgerschaft zukommt.

Ellenberg. Es fiel ihnen sichtlich schwer, den Gemeinderäten, als sie sich in der Elchhalle bei ihrer Sitzung mit dem Thema Wasser- und Abwassergebühren befassten. Jürgen Bieg, Fachbeamter für Finanzwesen der Gemeinde, hatte den Ratsmitgliedern auseinandergesetzt, wie sich die Situation in den letzten Jahren entwickelt hat. Was er an Berechnungen aufzeigte, fasste Bürgermeister Rainer Knecht in Worte: „Wir sind eine Flächengemeinde. Das ist diesbezüglich ein Nachteil, da haben es Städte einfacher, die mit kürzeren Leitungen viele Menschen versorgen können.“

Warum es nun teurer wird

Bei einigen der 21 Teilorte seien derzeit hohe Beträge in die Sanierung der Wasser- und Abwasserleitungen zu investieren. Es sei eben so, dass für wenige Häuser lange Leitungsstrecken verlegt werden müssten. Diese Kosten müssten leider umgelegt werden und machten sich für die Bürger in einer Erhöhung des Wasser- und Abwasserpreises bemerkbar. Um diese Maßnahme komme die Gemeinde nicht herum.

„Wir konnten das jahrelang verschieben, aber die Fehlbeträge aus den Verlusten aus den Vorjahren müssen ausgeglichen werden“, so Bieg. Das tue weh, seien die Bürger doch schon durch die steigenden Energiepreise und die Inflation belastet. Man sei in der Pflicht, kostendeckend zu arbeiten.

Das sind die neuen Gebühren

Am Ende entschieden sich die Räte, die Gebühr für Niederschlagswasser um fünf Cent auf 0,35 Euro pro Quadratmeter und die Schmutzwassergebühr um 0,55 Euro auf 3,55 Euro pro Kubikmeter zu erhöhen. Ein Kubikmeter Frischwasser kostet ab November 2,85 Euro statt wie bisher 2,53 Euro. „Dafür haben wir nun wieder eine gute, stabile Infrastruktur im Bereich Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.“ Das sei der Gegenwert für die Preiserhöhung, bekräftigte der Verwaltungschef.pe

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