Wo die Igelkinder einziehen

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Der Kindergartenraum hat Zugang zum Garten.

Statt viereinhalb gibt es nun in Ellenbergs Kindergarten St. Josef fünf Gruppen. Warum die Erweiterung nötig war.

Ellenberg

Ellenbergs Kindergarten St. Josef hat Nachwuchs bekommen. Seit 30. August gibt’s nicht nur eine Regenbogen-, eine Schmetterlings-, Bären- und Schneckengruppe, sondern auch die Igelgruppe. Ihren Platz haben die Igelkinder Luca, Lina, Mathis & Co. nicht im Kindergartengebäude selbst, sondern im brandneuen, extra für sie gefertigten Container.

„Wir mussten erweitern, weil wir einfach jedem Kind, das zur Anmeldung kam, auch einen Platz bieten möchten“, erklärte Leiterin Jutta Kiß am Dienstagabend, als der Gemeinderat sich den neuen Teil des Kindergartens bei einem Ortstermin ansah. Die bestehenden Plätze hätten nicht ausgereicht, um den Bedarf zu decken. Aus viereinhalb Gruppen sind nun fünf geworden, auch beim Personal wurde aufgestockt.

Container nach Wunsch

Der Container selbst besteht nicht aus einem, sondern aus sechs Containern, die genau nach den Wünschen der Ellenberger gefertigt worden sind. Und er fühlt sich wie ein ganz normaler Kindi-Raum an. Der Bauhof hat im Eingangsbereich eine schöne Garderobe mit Schränkchen aufgestellt. Geht man durch die Tür, folgt ein geräumiger Gruppenraum mit Maltisch, Bauecke, vielen neuen Spielen. Nebenan gibt’s einen Kuschelbereich mit Puppenecke, am Fenster kleben selbstgebastelte Igelchen. Im Flur nach hinten zum Sanitärbereich ist die Wickelkommode untergebracht. Alles da, was ein Kindi braucht. Das stellten auch die Gemeinderäte zufrieden fest.: „Voll gut“ und „ganz schön cool“, lauteten die Kommentare während der Besichtigung.

Das zusätzliche Fenster hat Mehrkosten verursacht, aber Kiß sagte: „Ohne könnten wir nicht querlüften. Und es ist schon wichtig, dass die Kinder rüber zum Gebäude schauen, den anderen winken, sich dazugehörig fühlen können.“ Dafür sei auch der direkte Zugang zum Garten vom Container aus viel wert.„Ich bin sehr froh, dass das so geglückt ist. Das war doch ein großer Kraftakt, das nun hinzubekommen“, erklärte Bürgermeister Rainer Knecht.

Den Platz für die Container hatte Bauhofleiter Dietmar Schaupp mit seinen Kollegen vorbereitet, und zwar alles in den Kindergartenferien, damit die Kinder keine Einschränkung im laufenden Betrieb vor den Ferien hatten. Hügel abgetragen, Büsche und Baum entfernt, Leitungen gelegt und, und, und. In der letzten Ferienwoche wurden die Container aufgestellt, einen Tag geputzt und dann konnten Erzieherinnen und Elternvertreter in einer großen Aktion einrichten. Alles hat wie am Schnürchen geklappt. „Das war nur durch die tolle Zusammenarbeit zwischen Kommune, Kirche und Kindergarten möglich“, versicherte Kiß.

  • Kindergartenplätze in Ellenberg
  • 80 Kindergartenplätze sind derzeit belegt in Ellenberg. Tendenz steigend. Im neuen Container ist Platz für 22 Kinder. 15 sind schon eingezogen. Gedacht ist der Container als Übergangslösung, bis es zum geplanten Anbau kommt. „Im besten Fall geht’s damit nächstes Jahr los“, sagt Kindergartenleiterin Jutta Kiß. Das sei wünschenswert. Aber der Container sei kein Provisorium, sondern eine vollwertige Lösung für die nächste Zeit. Für zwei Jahre hat die Katholische Kirchengemeinde als Träger ihn erstmal gepachtet. Später hat Gemeinde die Möglichkeit, ihn für andere Zwecke zu erwerben.
Der Ellenberger Kindergarten St. Josef ist um eine Gruppe erweitert worden und hat dafür einen extra angefertigten Container bekommen, in dem die Gruppe die nächsten Jahre untergebracht ist. Der Gemeinderat besichtigte die neuen Kindergartenräume. Fotos

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