Ellwanger Schüler für Artur Fischer Preis nominiert

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Symbolbild

Schülerinnen und Schüler des Peutinger Gymnasiums dürfen bei Erfinderwettbewerb hoffen.

Waldachtal/ Ellwangen. Drei Schülerinnen und Schüler dürfen bei der Verleihung des Artur Fischer Erfinderpreis Baden-Württemberg 2021 hoffen. Sie sind nominiert und erhalten damit auf jeden Fall eine „Anerkennung“.

Wer von den Ausgezeichneten die mit insgesamt 38.000 Euro dotierten Hauptpreise erhält, wird bei der Preisverleihung in Waldachtal bekanntgegeben. Die Veranstaltung findet aus Pandemiegründen mit stark eingeschränkter Beteiligung auf dem Gelände der Unternehmensgruppe fischer statt.

Insgesamt werden in diesem Jahr drei Preise für private Erfinderinnen und Erfinder, neun Preise für Schülerinnen und Schüler sowie der Sonderpreis Ressourcen-Effizienz der Unternehmensgruppe fischer vergeben. Während der Übertragung der Preisverleihung wird in diesem Jahr zusätzlich per Zuschauer-Voting ein Publikumspreis für die originellste Erfindung ermittelt.

Smarte Zisterne

Linus Lutz hat sich dem Thema „Zisternen“ angenommen. Regenwasser in Zisternen zu sammeln, ist ökologisch sinnvoll und spart Trinkwasserverbrauch. Sein neuer Ansatz: die „smarte Zisterne.“

Mit der „Smarten Zisterne“ wird die Nutzung vereinfacht: Füllstand, Verbrauch und Filterverschmutzungsgrad werden in der Zisterne mittels verschiedener Sensoren ermittelt und per Wifi auf ein Tablet übertragen. Dort lassen sich auch Regenvorhersage, die Entwicklung des Füllstands und viele andere Parameter abrufen. Das hilft, das Optimum aus dem Regenwasser-Auffangbecken herauszuholen. Er ist damit für einen Preis in der Kategorie „Bis Klasse sieben“ nominiert.

Der sichere Zebrastreifen

Nils Weber verwandte seine Überlegungen darauf, Zebrastreifen für das Überqueren von Straßen für Fußgänger sicherer zu machen.

Um die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu erhöhen, ist am „Sicheren Zebrastreifen“ auf beiden Seiten des Fußwegs ein Druckschalter im Boden installiert.

Betritt ein Passant diese Platte, beginnen an den weißen Streifen in die Straße eingelassene LEDs zu blinken. Solche LEDs sind resistent gegen Witterungseinflüsse und halten auch das Überfahren durch schwere Lkw aus. Auch bei schlechtem Licht oder ablenkender Reklame in der Umgebung wird dann deutlich erkennbar, dass Autofahrer anhalten müssen.

Die Anlage kann über ein Solarpanel mit Speicherbatterie betrieben werden. Auch Nils Weber erhielt mit dieser Idee eine Nominiertung für die Kategorie „Bis Klasse sieben“.

Anti-Corona-Lüftungsanlage für Klassenzimmer

Marie Weber erhiet eine Nominierung in der Kategorie „Klasse acht bis zehn“.

Ihre Leitidee: Wie kann man Klassenzimmer oder Büros effizient und kostengünstig lüften, ohne zuviel Energie zu verschwenden?

Diese Frage stellte sich Weber seit den vergangenen Corona-Wintern. Die vorgestellte Lüftungsanlage leistet dies dadurch, dass die Luft und damit die Aerosole direkt über jedem Schreibtisch abgesaugt werden.

Dies geschieht über einen Schirm, der mit einem leisen PC-Lüfter versehen ist. Die abgesaugte Luft wird über einen Wärmetauscher geführt und dann ins Freie geleitet.

Frische Luft kommt wiederum durch einen am Fenster installierten Lüfter, der den Zustrom wiederum über den Wärmetauscher erwärmt.

Der Clou dabei: Die gesamte Anti-Corona-Lüftungsanlage ist dabei aus einfachsten, gängigen Bauteilen zusammengesetzt und kann von Schülerinnen und Schülern selbst im Naturwissenschaft und Technik-Unterricht produziert und installiert werden.

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