Ellwanger Vesperkirche ist gut gestartet

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Sie ist immer dabei, wenn Vesperkirche ist: Angelika McVeigh-Grupp (Bildmitte) mit Schülerinnen der Klasse 9B der Sankt-Gertrudis-Schule. Die Mädchen waren am Mittwoch ebenfalls als fleißige Servicekräfte im Einsatz.
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Noch bis kommenden Samstag gibt es im Jeningenheim ein warmes Mittagessen für zwei Euro.

Ellwangen. Die 24. Ellwanger Vesperkirche ist am Montag angelaufen. Zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie dürfen die Menschen zum gemeinsamen Essen wieder im Jeningenheim zusammenkommen. Das freut viele. Der Andrang am Mittwoch war so groß, dass nachbestuhlt werden musste.

Pfarrer Martin Schuster zeigte sich am Mittwoch froh über den bisherigen Verlauf der 24. Ellwanger Vesperkirche. Das Angebot werde wieder "sehr gut" angenommen, erklärte Schuster auf Nachfrage. Ob genauso viele oder gar noch mehr Menschen kommen als vor der Corona-Pandemie, vermochte der Pfarrer nicht zu sagen. Aber das sei letztlich auch gar nicht wichtig,  sagte Schuster. Für ihn zähle nur, dass wieder Menschen quer aus allen Gesellschaftsschichten, allen Altersklassen und allen Religionen den Weg in die Vesperkirche finden und ins Gespräch kommen.

Am Mittwoch strömten gar so viele Menschen ins Jeningenheim, das nicht nur zusätzliche Tische und Stühle benötigt wurden. In der Küche gingen kurzzeitig sogar die Spaghetti aus - ein Problem, das von den ehrenamtlichen Helfern der Vesperkiche allerdings in Windeseile behoben werden konnte. Wovon die Organisatoren am Mittwoch absahen, war der Versuch, zwischendurch die Tische und Stühle zu desinfizieren und das  Jeningenheim für 15 Minuten zwecks Lüftung zu räumen - als Corona-Vorsichtsmaßnahme. Dafür war es einfach zu voll - außerdem wollte man niemanden wegschicken.

Martin Schuster ist davon überzeugt, dass sich unter den zahlreichen Gästen der Vesperkirche in diesem Jahr eine ganz erkleckliche Zahl an Menschen befindet, die in Zeiten von Krise und Inflation zuhause beim Essen sparen muss. Ein Indiz dafür liefere der Ellwanger Tafelladen - hier habe sich die Zahl der Einkaufsberechtigten in den vergangenen Monaten nahezu verdoppelt, sagt Schuster.  Umso wichtiger sei deshalb die Vesperkirche in Präsenz, die auch bei der 24. Auflage wieder von zahlreichen ehrenamtlichen Kräften unterstützt wird. Rund 50 Helfer packen die Woche mit an und verwöhnen die Gäste. Darunter  - wie in den vergangenen Jahren - auch wieder Schülerinnen der Sankt Gertrudis-Schule. Zu ihnen zählten am Mittwoch Lara Pfitzer und Collien Wenk von der 9B. Die beiden 15-Jährigen betonten, dass sie gerne und vor allem freiwillig bei der Vesperkirche mithelfen. "Die vielen glücklichen Gesichter zu sehen, gibt einem einfach ein gutes Gefühl", sagt Collien Wenk.  Und auch ihre Mitschülerin Lara Pfitzer ist Überzeugunstäterin. "Die Mitarbeit bei der Vesperkirche ist für mich selbst absolut bereichernd."

Vesperkirche geht noch bis Samstag

Die 24. Ellwanger Vesperkiche geht noch bis Samstag. 12. November. Gäste werden von 11.15 bis 12.15 Uhr bewirtet sowie von 12.30 bis 13.30 Uhr. Das Essen kostet zwei Euro, dafür gibt es neben einer warmen Mahlzeit auch wieder Kaffee und Kuchen. 

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