Endlich wieder Theaterzeit im Goldenen Lamm

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Die Schauspieler haben ein anspruchsvolles Stück auf die Bühne gebracht: Sowohl textlich als auch körperlich wird ihnen einiges abgefordert. Foto: privat

„A so a Viecherei“: Die Theatergruppe des Liederkranzes Schwabsberg überzeugt beim Lustspiel.

Rainau-Schwabsberg. Wenn im Saal des Goldenen Lamms in Schwabsberg wieder Morde geplant, Süßholz geraspelt und Tränen gelacht werden, weiß jeder: Es ist Theaterzeit. Nach zwei Jahren Zwangspause meldet sich die Theatergruppe des Liederkranzes Schwabsberg mit Manfred Bogners „A so a Viecherei“ eindrucksvoll zurück.

Die Brüder Georg (gespielt von Andreas Blumenschein) und Josef Hauber (Sebastian Kuhn) leben sorgenfrei. Erfolgreich verpachten sie auf dem eigenen Hof eine Waldbühne für Veranstaltungen. Nicht einmal die ständigen Streitigkeiten zwischen Eventmanagerin Laura Knecht (Alexandra Kroboth) und Bühnentechniker Rainer Brand (Florian Diemer) scheinen das schwäbische Idyll stören zu können. Dann jedoch bringt die Ankunft einer Operndiva (Susanne Köder) samt schleimigem Manager (Frank Hahn) alles durcheinander.

Nicht nur durch dessen fortwährende Avancen gegenüber Josefs Frau Gisela (Daniela Steckbauer) wird schnell klar: Diese zwei führen etwas im Schilde.

Hypnose, Täuschung und Mordpläne

Im weiteren Verlauf des Lustspiels in drei Akten entfaltet sich eine rasante Handlung, in der Hypnose, Täuschungen und sogar Mordpläne eine Hauptrolle spielen. Der Titel des Stücks „A so a Viecherei“ bezieht sich übrigens dabei auf ein zunehmend amüsantes Problem, das der Hofbesitzer Georg Hauber bei der Nennung von verschiedenen Tiernamen hat. Letzten Endes liegt es an den Frauen des Hofes, die Gefahr zu wittern und bei all dem Chaos einen kühlen Kopf zu bewahren.

Den Theaterspielern unter der Regie von Beate Schmid gelingt es dabei bravourös, ihren Zuschauern ein durchaus anspruchsvolles Stück zu servieren. Denn nicht nur textlich, auch körperlich geht es rund auf der Bühne: Nicht selten wird gestampft, geschnippt, geklatscht und gestritten – teilweise derart überzeugend, dass man selbst als Zuschauer eine Gänsehaut bekommt. Die merklich eingespielte Theatergruppe drückt dem ursprünglich bayrischen Stück ihren eigenen Stempel auf – den ständigen Lachern nach, sehr zur Freude des Publikums. Eine gelungene Mischung aus schwäbischem Humor und „Running Gags“, die sich durch das ganze Stück ziehen, sorgt für Abwechslung und heitere Stimmung im Saal.

Diese gelungene Darbietung kommt nicht von ungefähr: Der stellvertretende Vorsitzende des Liederkranzes, Daniel Schaffer, ehrte Alexandra Kroboth für nun bereits 20 Bühnenauftritte, Susanne Köder und Sebastian Kuhn durften ihr zehntes Bühnenjubiläum feiern.

Wer noch in den Genuss von „A so a Viecherei“ kommen möchte, kann sich für Freitag, 28. Oktober, und Samstag, 29. Oktober, unter (07961) 8789-176 nach Karten erkundigen. Start ist jeweils um 19.30 Uhr.

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