Erneuerbare Energien in Jagstzell auf dem Vormarsch

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Für Elektroautos hat die EnBW nun auch in Jagstzell Ladepunkte geschaffen.
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Der Vorstand der EnBW / ODR nimmt Position zur Energiewende  im Gremium. Was das für Jagstzell bedeutet.

Jagstzell

Vor dem Hintergrund explodierender Energiepreise und im Zusammenhang mit dem bestehenden Strom-Konzessionsvertrag der Gemeinde Jagstzell mit der ODR, klärte Vorstand Sebastian Maier im Gemeinderat über die Ziele des Unternehmens, die Zukunft der Energiewirtschaft und dem aktuellen Versorgungsstand in Jagstzell auf.

Ambitioniert sind die Pläne der EnBW/ODR. So will der Energieversorger bis zum Jahr 2030 rund 80 Prozent seines Strombezuges aus erneuerbaren Energien sicherstellen. Die Dachflächen der kommunalen Gebäude im Versorgungsgebiet seien bereits zu 80 Prozent mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet und 70 Prozent der kommunalen Gebäude wurden schon energetisch saniert.

Deutschland sei im Ländervergleich ein Hochpreisland in Bezug auf Energie. „Jagstzell hat im Mai des vergangenen Jahres eingekauft. Das hat sich gelohnt, weil der Strom seitdem deutlich teurer geworden ist“, so Maier. Einhergehend mit den hohen Stromkosten haben die Haushalte deutlich höhere Steuern und Abgaben zu tragen. „Die Netze müssen noch viel stärker ausgebaut werden. Es gibt sehr viele Anfragen, auch in Jagstzell in Bezug auf Photovoltaik. Wir benötigen für diesen Ausbau jedoch neue Umspanner um diesen Strom ans Netz zu bringen“, verdeutlichte der Vorstand der EnBW/ODR. Das Problem bestehe vielfach darin, dass langwierige Genehmigungsverfahren oder zum Beispiel naturschutzrechtliche Einwände diesen Netzeausbau behindern. Die Netze der ODR seien derzeit nahezu voll. Was die Versorgung mit Elektroladesäulen anbelangt, stehe Jagstzell im Vergleich zu anderen Kommunen im Ostalbkreis gut da, erklärte Maier weiter. 

Was die Gasversorgung anbelangt, setzt die ODR künftig verstärkt auf Wärmepumpen. „Die Leute tendieren ganz klar dazu“, erklärte die ODR-Referentin Stefanie Stengel-Mack dazu im Gremium. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Gesamtstromerzeugung in Jagstzell könne sich sehen lassen, so Stengel-Mack. „Insgesamt 76 Prozent wird schon aus Windkraftanlagen gewonnen, zwölf Prozent aus Photovoltaik und elf Prozent aus Biomasse.“  

Am Ende stellte Sebastian Maier fest: „Die Energiewende geschieht jetzt und sie passiert unmittelbar im ländlichen Raum.“

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