Kommentar: Gerhard Königer meint Hochwasserschutz muss breiter gedacht werden.

Es muss entsiegelt werden

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Gerhard Königer

Wenn Starkregen immer kräftiger wird und immer häufiger niedergeht, reicht nicht aus, was bisher gut war. Das machen die katastrophalen Ereignisse der letzten Woche deutlich. In Flussauen den aktuellen Überflutungsraum zu erhalten ist zu wenig, es muss zusätzlicher geschaffen werden. Künftig weniger Flächen zu versiegeln, ist zu wenig, es muss wieder entsiegelt werden. Die Landesgartenschau 2026 bietet gute Möglichkeiten, in dieser Hinsicht zukunftsweisend zu sein. Dann kann man zeigen, dass ein Festplatz wie der Schießwasen keine Asphaltwüste sein muss. Dass ein Fluss wie die Jagst natürliche Überflutungsflächen auch in Stadtnähe haben kann.

Möglichkeit zum Umdenken gibt es für Städteplaner auch beim Gewerbegebiet Neunheim 9, das zu einem großen Teil über den Stelzenbach entwässern wird. Derzeit wird noch errechnet, welche Dimension das Rückhaltebecken beim Sportplatz haben muss, um auch Starkregenereignisse aufzunehmen. Versickerungsflächen auf jedem Grundstück, wasserdurchlässige Stellflächen, begrünte Dächer: Die Versiegelung sollte so gering wie möglich gehalten werden. Und mit der Entwässerungsgebühr gibt es bereits ein gutes Instrument, um die Entsiegelung attraktiv zu machen.

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