Freiwillige Helfer packen kräftig an

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Die alte Schule in Dankoltsweiler wird barrierefrei gestaltet und umfassend saniert. Annette Schlosser von den Hofer Architekten Adelmannsfelden, Bürgermeister Patrick Peukert, Anton Rettenmeier vom Gesangverein Dankoltsweiler und Hauptamtsleiter Lars F
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Die alte Schule in Dankoltsweiler erfährt eine umfassende Renovierung. Was dort alles gemacht wird.

Jagstzell-Dankoltsweiler.

Das alte Schulhaus in Dankoltsweiler hat die besten Jahre bereits hinter sich. Das wird beim Blick auf die Außenfassade und beim Rundgang durch das Gebäude sichtbar. Viele kleine Baustellen dort summierten sich im Laufe der Jahre und so reifte langsam der Entschluss für eine Generalsanierung, die jetzt in vollem Gange ist.

Ein großer Wunsch der Dorfgemeinschaft war seit langem die Schaffung der Barrierefreiheit im alten Schulhaus. „Diese stellen wir nun durch die Herstellung einer Rampe im hinteren Eingangsbereich sicher“, erklärt der Jagstzeller Hauptamtsleiter Lars Freytag. Ein kleiner Treppenaufgang stellte hier für Rollstuhlfahrer oftmals ein unüberwindbares Hindernis dar. Die WC-Anlagen waren außerdem ziemlich veraltet, auch hier gab es dringenden Handlungsbedarf. Sie wurden nun erneuert und barrierefrei gestaltet. Der Gesangverein bekommt nun außerdem im Zuge der Renovierung einen eigenen Lagerraum für seine Utensilien. Außerdem wurde die alte Elektrik auf Vordermann gebracht.     

 Die Fenster im großen Gemeinschaftsraum bedürfen einer Erneuerung und werden noch ausgetauscht. Die Außenfassade und der Naturstein sind verwittert und zum Teil schadhaft. Deshalb wird die Fassade ausgebessert und komplett frisch verputzt. „Vieles entsprach einfach nicht mehr dem Stand der Technik und den heutigen Erfordernissen. Es ist halt praktisch in den vergangenen 50 Jahren nichts passiert und großartig beim Gebäude saniert worden“, führt Freytag weiter aus.           

Bürgermeister Patrick Peukert geht auf die Bedeutung der alten Schule in Dankoltsweiler ein: „Das Gebäude ist in der Ortschaft prägend und sehr wichtig für die Dorfgemeinschaft. Hier finden zum Beispiel die Chorproben des hiesigen Gesangvereins statt und viele kleinere kulturelle Veranstaltungen. Es ist ein Treffpunkt und wichtiger Ort, der das gesellschaftliche Zusammenleben fördert.   

Auf die Dorfgemeinschaft und fleißigen Helfer konnte man sich in Dankoltsweiler bei der Sanierung einmal mehr verlassen. „Insgesamt 15 Freiwillige konnten wir mobilisieren, die mit anpacken bei der umfassenden Renovierung. Bereits 200 Arbeitsstunden haben sie erbracht“, erklärt Anton Rettenmeier, Vorstandsmitglied beim Gesangverein Dankoltweiler. Vor allen Dingen bei den vorangehenden Abbauarbeiten und der Entkernung am Gebäude waren sie tatkräftig im Einsatz.       

Das tolle Engagement der Dankoltsweiler Bürger und die erbrachten Eigenleistungen nannte Bürgermeister Peukert denn auch einen „Glücksfall“. „Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre das Bauprojekt deutlich teurer gekommen. Das hat uns sehr geholfen.“ Die Sanierungsmaßnahme bei der alten Schule schlägt mit Kosten in Höhe von 300 000 Euro zu Buche. Aus dem regionalen Förderprogramm Leader gab es bereits einen Zuschuss in Höhe von 107 000 Euro.    

Corona hat jedoch vorher nicht absehbare Kostensteigerungen bewirkt, weiß Hauptamtsleiter Freytag: „Die Pandemie hat für einen Preisschub beim Material gesorgt. Das zieht sich durch alle Gewerke. Deshalb ist so eine Sanierung, wie bei der alten Schule hier in unserer Gemeinde, eine finanziell große Herausforderung für uns.“            

Anton Rettenmeier urteilt schließlich: „Wir profitieren alle in Dankoltsweiler von der Sanierung.“ Er ist sich sicher: „Die alte Schule wird ein Schmuckstück werden und ein echter Blickfang. Eine Visitenkarte für unser Dorf.“   

   

Die alte Schule wird eine Visitenkarte für unser Dorf.“

Anton Rettenmeier, Vorstand Gesangsverein
Die alte Schule in Dankoltsweiler (im Bildhintergrund) wird barrierefrei gestaltet und umfassend saniert. Anton Rettenmeier vom Gesangverein Dankoltsweiler, Annette Schlosser von den Hofer Architekten Adelmannsfelden, Hauptamtsleiter Lars Freytag und Bür

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