Gewerbesteuer sorgt für strahlende Gesichter

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In Wört wird 2023 der Breitbandausbau "Graue Flecken" vorangetrieben. Rund drei Millionen Euro wird das kosten.
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Die Einbringung des Haushaltsplanes 2023 steht im Fokus der Wörter Gremiumssitzung.

Wört. In der Gemeinde Wört stehen 2023 zahlreiche Investitionen an, für die viel Geld in die Hand genommen werden muss. Auch aufgrund hoher Gewerbesteuerreinnahmen können die geplanten Maßnahmen realisiert werden. Bei der Einbringung des Haushaltsplanes 2023 wurden die Eckpunkte im Detail erläutert. 

Die Gemeinde Wört steht finanziell auf gesunden Beinen und ist seit 2004 schuldenfrei. Das bleibt auch weiterhin so. Im kommenden Jahr wird mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 4,25 Millionen Euro gerechnet, berichtete Kämmerer Andreas Mundus, der den neuen Haushaltplan im Gremium vorstellte. Mit einem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer von 940 000 Euro steht ein weiteres dickes Plus auf der Habenseite. Hinzu kommen Zuweisungen in Höhe von 380 000 Euro. 

Allerdings haben die hohen Einnahmen auch ihre Schattenseite. Denn dadurch werden große Summen für die Kreisumlage und Gewerbesteuerumlage fällig, die 2023 mit 4,15 Millionen Euro recht üppig ausfallen. „Wir kommen aus steuerstarken Jahren, daher müssen wir nun hohen Umlagen abführen“, erläuterte Bürgermeister Thomas Saur.   

Der Kämmerer ging danach auf das Investitionsprogramm 2023 näher ein. Für den Grunderwerb und Bereitstellung von Bauland sind 2,6 Millionen Euro vorgesehen. Der Breitbandausbau „Graue Flecken“ ist mit drei Millionen Euro im Plan vermerkt. Dafür gibt es jedoch auch einen 90-prozentigen Zuschuss von Bund und Land. Für die Sanierung von Gemeindestraßen und die Herstellung eines Gehweges in Grünstädt bei der L 2385 werden 800 000 Euro bereitgestellt. Die Erschließung „Am Mühlbuck V“ verursacht Kosten von 424 000 Euro. Ein kleinerer Betrag ist mit 50 000 Euro für die erneuerbaren Energien und hier die Prüfung weiterer Potenziale, beispielsweise bei der Turnhalle im Haushaltsplan fixiert.

Der Finanzierungsmittelbedarf für die Investitionen beläuft sich 2023 auf 6,24 Millionen Euro. Diese Summe weist der Finanzhaushalt aus. Im Ergebnishaushalt steht am Ende dagegen ein leichtes Plus mit 24 500 Euro. Eine Kassenabnahme in Höhe von 5,7 Millionen Euro muss vorgenommen werden.

Andreas Mundus warf zum Schluss seiner Ausführungen den Blick auf die Wassergebühren. „Die Aussicht im Bereich dieser Gebühren verschlechtert sich. Die Rieswasserversorgung hat mitgeteilt, dass sie den Wasserbezugspreis um weitere 50 Cent erhöht. Mit einer Erhöhung des Wasserbezugspreises muss daher im kommenden Jahr gerechnet werden.     

Der Haushaltsplan 2023 mit der Haushaltssatzung und fünfjährigen Finanzplanung soll nun in der Januar-Gemeinderatssitzung im Gremium beschlossen werden. ⋌Achim Klemm

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