Gretchenfrage Freiflächen-PV

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Wie geht man mit Freiflächen-PV-Anlagen um? Rainaus Räte setzen hierfür Leitplanken, um Wildwuchs zu vermeiden und landwirtschaftliche Flächen zu schützen. Foto: Archiv/privat
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Wie können Energiekrise, Klimaschutz und geregelter Ausbau von Freiflächen-PV in Rainau Hand in Hand gehen?

Rainau-Schwabsberg

Nichts elektrisiert momentan mehr, als die Energiekrise. Deshalb ist es nur logisch, den Fokus auf die Energieversorgung zu legen. In den harten Zeiten, in denen Energie immer teurer wird, ist es wichtig, Energie zu sparen und in der Gemeinde eine Energiewende herbeizuführen. Die Gemeine Rainau beschäftigt sich wie derzeit alle Gemeinden im Ostalbkreis mit der Schaffung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen in ihrem Gemeindegebiet.

Private Flächen heben

Da es das Ziel sei, erneuerbare Energien weiter auszubauen, müssen alle Möglichkeiten zur Energiegewinnung ausgeschöpft werden. Im privaten Bereich heiße dies möglichst viele Flächen für eine PV-Installation zu nutzen.

Hier sei in Rainau noch viel Potenzial, da waren sich Bürgermeister Christoph Konle und die Gemeinderäte einig. Zunehmend gehen Investoren und Privatpersonen auf die Verwaltung zu, um die Installationen von Freiflächenphotovoltaikanlagen zu initiieren.

Auch deshalb, weil im Klimaschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg vom Jahr 2013 vorgesehen ist, in einer Größenordnung von mindestens zwei Prozent der jeweiligen Regionsfläche für die Nutzung von Windenergie und Photovoltaik auf Freiflächen zur Erreichung des Klimaschutzziels für das Jahr 2040 zu installieren.

Ob dies von der technischen Seite überhaupt derzeit wirtschaftlich sei, darüber informierten in der Gemeinderatssitzung von der EnBW/ODR mit einem ausführlichen Sachvortrag Stefanie Stengel-Mack und Sascha Boy. Im Vortrag wurde dargestellt, dass die ODR aktuell rund 75 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien am Netz hat und das Netz ausgelastet sei. Um also neue große Anlagen ans Netz zu bringen, müsse dringend ein Netzausbau erfolgen. Hier beiße sich die Katze in den Schwanz.

Truppenübungsplatz im Blick

Zwar gebe es viele Anfragen zur Errichtung von großen Anlagen, doch können diese nur genehmigt werden, wenn die Möglichkeit bestehe, die Energie ins öffentliche Netz einzuspeisen.

Solche Anlagen sollen in dem Gemeindegebiet in erster Linie auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz installiert werden. Man müsse sich hier mit der Bundesimmobilienanstalt in Verbindung setzen, welche Eigentümer des Geländes sei. Des weiteren wolle man das Konzept „Smart Village Rainau“ wieder aufnehmen und auch hier nach Investoren Ausschau halten.

Einig waren sich die Räte auch bei dem Beschluss, Freiflächen-PV-Anlagen möglichst entlang von Autobahnen und Schienenwegen zu bauen. Ausschließen wollten sie solche Anlagen auf landwirtschaftlich nutzbaren Flächen. Ein Wildwuchs oder Flickenteppich in der Gemeinde sei zu vermeiden.

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