Großer Dank für Hilfsbereitschaft

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500 Euro für die Kindergärten und Hilfe für Flüchtlinge: Räte äußern ihren Dank.

Ellwangen-Schrezheim. Ortsvorsteher Albert Schiele nutzte die Sitzung des Ortschaftsrats Schrezheim am Montag, um auf verschiedene Themen vorauszublicken und die Räte über aktuelle Projekte zu informieren. So zum Beispiel über den Planungsstand zum Jubiläum „50 Jahre Eingemeindung“, zu dem man einen Empfang im Freien zwischen St.-Georg-Halle und Schule am Samstag, 7. Mai, ab 19 Uhr, plane.

Mit drei Organisationsgruppen in Rotenbach, Eggenrot und Schrezheim würden weitere Optionen abgestimmt, um das Jubiläumsjahr in allen 18 Ortsteilen der Gemarkung zu beleben. Von Glockenläuten und Böllerschüssen wolle man absehen, plane aber mit einer gemeinsamen Pflanzaktion bis in den Herbst auf den Anlass bunt aufmerksam zu machen. „Das Budget dafür haben wir, Details werden noch ausgearbeitet“, sagte Schiele.

Große Putzaktion

Bereits gemarkungsweit vollzogen sei am Samstag die Putzaktion, bei der man sich dem Datum der Kreisputzete angeschlossen habe. Auf Straßen und Plätzen in und um Rotenbach, Eggenrot, Espachweiler und Schrezheim hätten sich Gruppen beteiligt, Säckeweise Müll zusammengetragen. Armin Merz berichtete von einer Fundstelle mit 20 Müllsäcken an einer Böschung im Wald: „Das ist eine große Sauerei“, sagte er. Jürgen Lang, Martin Gantner, Josef Kucher, Angelika Kucher und Albert Schiele hatten die Gruppen koordiniert und begleitet und pflichteten dem Eindruck bei. „Das war eine tolle Aktion in allen Ortsteilen“, sagte Schiele zu den Räten.

Viel Spendenunterstützung

Von diversen privaten Engagements für den guten Zweck gab es in jüngster Zeit zu berichten: Die Familie von Jürgen Lang hatte zum Anlass des ausgefallenen Kalten Markts in der Ölmühle „Kutteln to go“ mit selbstgemachtem Holzofenbrot verkauft. Den Erlös daraus rundete man auf 500 Euro auf, für die ein neues Holzpferd für den Kindergarten Eggenrot und verschiedene Spielsachen für den Kindergarten Schrezheim angeschafft wurden.

Jürgen Langs Dank galt aber auch anderen Engagierten: So hätten in Rotenbach und Schrezheim verschiedene Privatpersonen Flüchtende aus der Ukraine unbürokratisch aufgenommen. In Rotenbach laufe eine Spendenaktion, um Sprachkurse zu finanzieren. Er wisse sogar von einer Wohnungsbesitzerin, die selbst ins Gästezimmer gezogen sei, um ihre Wohnung einer Familie zur Verfügung zu stellen. „Bei allem Stress, den wir selbst haben: Das ist gelebte Nächstenliebe“, dankte Lang.

Sanierung Burgstraße

Lang stellte zudem einen Antrag: Man solle die weiterhinabschnittsweise geplante Sanierung der Burgstraße, die Ortsdurchfahrt Rotenbachs, doch „in einem Stück“ durchziehen, um Synergieeffekte zu nutzen und die Belastung für die Anwohner zu verringern. „Dann hätten die Anwohner nur einmal die Umfahrung, den Staub und den Dreck auszuhalten“, sagte er.

Schiele informierte darüber, dass die geplante Trassenverlegung der 110-KV-Leitung im nächsten Jahr erfolgen soll, dieses Jahr laufe das Ausschreibungsverfahren. Vom Kreisel am Ortsausgang Schrezheims Richtung Espachweiler bis nach Rotenbach soll die bestehende Trasse weg von der Bebauung weiter „ins freie Feld“ verlegt werden.

Bei einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern des Eigners NetzeBW habe man jüngst kritische Wegepunkte besichtigt. Schließlich müsse man mit großem Gerät zu Werke gehen. „Es gibt zwei potentielle Engpässe, aber es sieht so aus, dass sie überall durchkommen“, gab Schiele Entwarnung.

⋌Benjamin Leidenberger

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