Hepatitis-Fälle: Anklage gegen Narkosearzt erhoben

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Symbolbild: pixabay

51 Patienten soll ein Arzt in Donauwörth mit Hepatitis C infiziert haben. Danach war er kurzzeitig im Ostalbkreis tätig. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Anklage erhoben.

Donauwörth/Ellwangen. Gefährliche Körperverletzung, Unterschlagung von Arzneimitteln und Verstöße gegen das Medizinproduktegesetz: Nachdem ein Narkosearzt an der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth 51 Patienten aufgrund mangelnder Hygiene mit Hepatitis C infiziert haben soll, hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen den Arzt erhoben. Das teilt die Nachrichtenagentur dpa mit. Die Hepatitis-Fälle wurden 2018 bekannt. Noch im selben Jahr wurde der Arzt kurzzeitig an der Sankt-Anna-Virngrundklinik in Ellwangen eingestellt.

Was wirklich im Arbeitszeugnis des Arztes stand, beschäftigte damals den Ostalbkreis: Man habe keine Hinweise auf ein Fehlverhalten des Narkosearztes im Arbeitszeugnis gefunden, teilte die Landkreisverwaltung und die Klinikverwaltung am 23. Oktober 2018 in einer Pressekonferenz mit. Der Donauwörther Klinikchef hat daraufhin der Darstellung aus dem Ostalbkreis widersprochen. Man habe das Verhalten und die Leistungen wahrheitsgemäß bewertet.

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