Hohe Ehre für großes Engagement

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Landrat Dr. Joachim Bläse (l.) mit Baron Michael von Thannhausen und dessen Frau Christa Freifrau von Thannhausen
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In der ehemaligen Synagoge Oberdorf wurde Baron Michael von Thannhausen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Landrat Dr. Joachim Bläse würdigte sein ehrenamtliches Schaffen.

Bopfingen/Tannhausen

Einen würdigen Rahmen hatte die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Michael von Thannhausen in der ehemaligen Synagoge Oberdorf. Draußen gab die Schwabenlandkapelle Tannhausen, am Taktstock Michael Seckler, ein Platzkonzert, eine Fanfarengruppe umrahmte die Veranstaltung im Saal.

Dr. Gunther Bühler, Bürgermeister von Bopfingen, begrüßte als Hausherr die Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier und viele Ehrengäste und freute sich, dass dieser besondere Ort für dieses besondere Ereignis ausgewählt wurde. Für Michael von Thannhausen, Vorsitzender des Trägervereins Synagoge Oberdorf, sei dieses Ehrenamt nie Pflicht, sondern immer Anliegen gewesen.

Tannhausens Bürgermeister Manfred Haase erinnerte daran, dass von Thannhausen 25 Jahre lang Gemeinderat in Tannhausen und davon 20 Jahre erster stellvertretender Bürgermeister war. „Wir sind stolz darauf, einen Mann wie sie in unserer Mitte zu wissen“, sagte Haase. Von Thannhausen habe sich um die Gemeinde, den Ostalbkreis und das ganze Land verdient gemacht. Deshalb habe er ihn bereits 2019 zum Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen.

Landrat Dr. Joachim Bläse hatte die ehrenvolle Aufgabe dem Geehrten im Namen des Bundespräsidenten den höchsten Verdienstorden auszuhändigen. „Wer, wenn nicht er hat es verdient“, sagte Bläse und ging zunächst auf die Bedeutung des Ehrenamtes ein. „Jeder und jede hat Platz, Neues verbindet sich mit Bewährtem, Grenzen verschwimmen, Gemeinschaft entsteht“, skizzierte er, was passiert, wenn sich Menschen engagieren. Das Bundesverdienstkreuz sei Zeichen des Dankes und der Anerkennung für ehrenamtliches Engagement, das weit über das gewöhnliche Maß hinausgehe.

In drei Bereichen engagiert

Von Thannhausens Aktivitäten könne man in drei Bereiche gliedern: 1. die Kommunalpolitik: von Thannhausen wurde 1994 erstmals in den Gemeinderat gewählt. Im selben Jahr wurde er nach 28 Jahren als Berufssoldat bei der Bundeswehr im Dienstgrad eines Oberleutnants pensioniert. Bis 2019 blieb von Thannhausen Gemeinderat, 1999 wurde er zudem für die CDU in den Kreistag gewählt und war bis zu seinem Ausscheiden 2014 Fraktionsgeschäftsführer.

2. Soziales: im Lions-Club Aalen, bei den Maltesern, wo er 2009 Bezirksbeauftragter für Nordostwürttemberg wurde und beim Förderverein Jagsttalschule Westhausen, dem von Thannhausen seit der Gründung 2003 vorsitzt.

3. Kultur: Insbesondere als Vorsitzender des Trägervereins ehemalige Synagoge Oberdorf, die mit Vorträgen, Konzerten und anderen Veranstaltungen zu einem Ort der Begegnung und des Nicht-Vergessens wurde, habe sich von Thannhausen kulturell engagiert. „Sie leben dieses Ehrenamt, füllen es mit ihrem Einsatz und ihrem Herzblut“, sagte Bläse.

Schließlich sei der Geehrte auch noch für die Forstbetriebsgemeinschaft Ries, den Sportverein Tannhausen, den Seniorenfahrdienst und andere Gruppen aktiv. Unter dem stehenden Applaus der Versammelten steckte der Landrat von Thannhausen das Bundesverdienstkreuz an.

Michael von Thannhausen dankte den vielen Menschen, von denen er in den Ehrenämtern Unterstützung erfahren habe. „Ich hatte die Möglichkeit, Zeit zu spenden und ich habe es mit Freude und Überzeugung getan, um den Menschen zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, sagte er. Gerhard Königer

Landrat Dr. Joachim Bläse überreichte Baron Michael von Thannhausen das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Die Schwabenlangkapelle Tannhausen spielte dem Baron Michael von Thannhausen ein Platzkonzert vor der Synagoge Oberdorf, wo die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes stattfand.
Landrat Dr. Joachim Bläse applaudiert Baron Michael von Thannhausen
Landrat Dr. Joachim Bläse steckt Michael von Thannhausen das Bundesverdienstkreuz an.

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