Einsetzung von Anna-Lisa Bohn

In Ellenberg bricht eine neue Ära an

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Der stellvertretende Bürgermeister Franz Higler nahm die Verpflichtung und Vereidigung von Anna-Lisa Bohn vor.
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Anna-Lisa Bohn ist am vergangenen Donnerstag feierlich ins Bürgermeisteramt eingesetzt worden. Die 26-Jährige beeindruckte mit einer starken Antrittsrede.

Ellenberg.  Jetzt ist es amtlich. Ellenberg hat eine neue Bürgermeisterin. Und was für eine. Am Donnerstagabend wurde Anna-Lisa Bohn in der rappelvollen Elchhalle feierlich als Bürgermeisterin der Gemeinde verpflichtet. Die 26-Jährige meisterte den Abend vor großem Publikum locker-souverän und bot eine beeindruckende Antrittsrede.

Eröffnet wurde der Festakt, der eigentlich eine Gemeinderatssitzung war, aber zunächst von Peter Higler. Der stellvertretende Bürgermeister Ellenbergs, der als Moderator des Abends fungierte und dabei echte Entertainer-Qualitäten bewies, ließ in launigen Worten eingangs den „kometenhaften Aufstieg“ von Anna-Lisa Bohn Revue passieren. Die Amtsnachfolgerin von Rainer Knecht hatte im April 2021 als Hauptamtsleiterin in Ellenberg angeheuert und war dann - rund anderthalb Jahre später - im Juli 2022 zur neuen Bürgermeisterin der Gemeinde gewählt worden.  Und das mit einem äußerst starken Ergebnis. 81 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen damals auf Bohn. „Nehmen Sie diesen Vertrauensvorschuss mit in Ihre erste Amtszeit“, riet Higler der neuen Rathauschefin. Er mahnte aber auch, dass auf Bohn in den kommenden acht Jahren nicht nur „Friede, Freude, Eierkuchen“ zukommen werde. Es müssten mitunter auch unpopuläre Entscheidungen im Rathaus getroffen werden.  An dieser Stelle sicherte Higler der neuen Bürgermeisterin aber die „volle Unterstützung“ des Gemeinderats zu. 

Dass Bohn weiß, was jetzt auf sie zukommt, machte sie nach ihrer Vereidigung in ihrer Antrittsrede deutlich. „Ich bin mir der großen Verantwortung bewusst, und es ist mir eine Ehre, dass mir die Ellenberger diese große Verantwortung übertragen haben“, sagte Bohn. Sie kündigte an, für die Bürger stets ein offenes Ohr haben zu wollen - so wie es ihr Vorgänger Rainer Knecht 29 Jahre lang mit Erfolg praktiziert hat. Sie wolle Ansprechpartner, Kümmerer, Problemlöser, Visionär, Gestalter und für den einen oder anderen auch Vorbild sein, erklärte die 26-Jährige. Dabei sei ihr durchaus klar, dass nicht allen jede ihrer Entscheidungen gefallen wird. „Aber jede meiner Entscheidungen wird auf das Allgemeinwohl der Gemeinde Ellenberg ausgerichtet sein“, unterstrich Bohn, die sich abschließend noch mit persönlichen Worten bei Rainer Knecht für die „wertvolle Einarbeitung“ und Vorbereitung auf das Bürgermeisteramt bedankte. Sie habe von Knecht viel lernen dürfen und werde nun versuchen, in seine großen Fußstapfen zu treten. „Aber“, fügte Bohn noch an, „ich werde an der einen oder anderen Stelle auch eigene Spuren hinterlassen.“

Aus den Händen von Landrat Joachim Bläse erhielt Bohn die Wahlprüfungsurkunde. Zusätzlich wünschte Bläse der neuen Ellenberger Bürgermeisterin eine glückliche Hand. Sie übernehme den Job in einer schwierigen Zeit, in der gerade Bürgermeister besonders gefordert seien. Sie müssten den Menschen jetzt Zuversicht vermitteln und aufzeigen, dass man die Zukunft durchaus positiv gestalten kann.  Bohn könne bei dieser Arbeit aber auf eine „starke kommunale Familie“ im Ostalbkreis bauen, unterstrich der Landrat.

Das machte anschließend auch Lauchheims Bürgermeisterin Andrea Schnele deutlich, die Bohn anschließend im Bürgermeistersprengel Ries-Virngrund willkommen hieß und sich darüber freute, dass dem Sprengel nun - neben ihr und der Neulemer Bürgermeisterin Sabine Heidrich - eine dritte Frau angehört. 

Der stellvertretende Bürgermeister Franz Higler nahm die Verpflichtung und Vereidigung von Anna-Lisa Bohn vor.
Aus den Händen von Landrat Joachim Bläse erhielt Bohn die Wahlprüfungsurkunde und einen Fussball - als "neue Mannschaftsführerin" in Ellenberg.

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