Ein musikalischer Hochgenuss

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Ein großartiges Konzert lieferte der MV Jagstzell unter der Leitung von Andreas Wunder ab.
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Das Jahreskonzert vor einer Rekordkulisse bildete den Auftakt des Jubiläumsjahres 100 Jahre Musikverein Jagstzell. Das Publikum war begeistert.

Jagstzell

Einiges ist 2023 in Jagstzell geboten, denn der Musikverein feiert sein 100-jähriges Bestehen. Los ging das Festjahr mit dem Jahreskonzert in der Festhalle. Wir wollen es dieses Jahr ordentlich krachen lassen,“ erklärte der Vorsitzende Andreas Erhard gleich zu Beginn des Abends. Bereits für diesen Abend sollte er Recht behalten.

Das Jugendorchester Jagstzell/Rosenberg startete mit einer hymnischen Reise durch Europa. Ein Potpourri bekannter Melodien aus Deutschland, Frankreich und England sowie dem Rest des Kontinents. Die Kultmusik „Piraten der Karibik“ gab es noch dazu und zum Abschluss Melodien aus der Eiskönigin. Als Zugabe hatten die jungen Musiker ein Geburtstagsständchen eingeprobt, bei dem das Publikum lautstark mitsang. So konnte die Leiterin des Jugendorchester, Simone Boy, den wohl größten Chor Jagstzells dirigieren.

Fulminant begann der Musikverein Jagstzell sein Konzert. Zum Start hatte sich Dirigent Andreas Wunder den Triumphmarsch aus Verdis Oper Aida ausgesucht. Dabei hatten die Musiker auch interessante Soundeffekte eingebaut, die einen räumlichen Klang in die gesamte Halle trugen. Ähnlich beim „Sound of crime“, mit Tiergeräuschen, Schüssen und Schreien, selbst eine erotisch-musikalische Bettszene fehlte nicht.

Ein weiteres klassisches Stück folgte mit „Carmina Burana“ von Carl Orff. Andreas Wunder holte hier das Absolutum aus dem Ensemble heraus. Er dirigierte mit einer Leidenschaft wie sie Kurt Masur an den Tag legte undführte mit humoristischen Anekdoten locker und leicht durch den Abend.

Die zweite Hälfte des Konzertabends war geprägt, von Stücken aus früheren Aufführungen.Hervorragend die Flötensoli von Sonja Vees und Theresa Bilek bei dem irischen „Celtic Flutes“, die mit ihren Querflöten die Leichtigkeit der Musik vermittelten.

Der Dirigent führte das Ensemble auch durch schwere Gewässer. So bei „Das Boot“, einem sehr anspruchsvollen Stück. Zwar kam der Alarm der Querflöten nicht stark zur Geltung, wurde aber durch die Flügelhorn-Sequenz wieder wett gemacht.

Nach diesen für die Musiker, strapaziösen Stücken, wurde es dann knackig. Bierfeststimmung zauberte „Rosamunde“ in die Festhalle. Mit „Cinderella Dance“ und einem großen „Ah!“ des Publikums endete das Konzert des MV Jagstzell und die circa 300 Besucher gaben stehenden Applaus. „Eine neue Rekordkulisse,“ beschrieb der Vorsitzende Andreas Erhard die Zuhörerzahl.

Info: Alle freuen sich schon auf den 7. bis 9. Juli, wenn das Kreismusikfest in Jagstzell stattfindet. Dann werden „Heilix Blechle“ und „Blecharanka“ zu Gast sein. Zwei Karten wurden verlost, sie waren unter den Stühlen versteckt. Ansonsten gibt es Tickets im Online-Shop unter www.mvjagstzell.de.

Das Jugendorchester Jagstzell/Rosenberg unter der Leitung von Simone Boy startete den Abend
Dirigent Andreas Wunder schwang den Taktstock mit viel Verve.
Großartig meisterten die Musiker des MV Jagstzell unter Dirigent Andreas Wunder auch anspruchsvollste Stücke.
Zum Schluss hielt es das Publiku,m nicht mehr auf den Stühlen.
Grandioses Flötensolo mit viel Freude und Heiterkeit spielten Sonja Vaas (vorne) und Theresia Bilek

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