Eine Rettungsaktion für Pinguine

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Der mittlere Pinguin (Lasse Bilek) lässt seine beiden Freunde (Franziska Bilek, Vanessa Schindler) nicht im Regen stehen.

Laientheater Die Jagstzeller „Kulturgestalten“ zeigte die mit dem Kindertheaterpreis ausgezeichnete Komödie „An der Arche um Acht“. Es geht darum, ob man einen Freund im Stich lassen darf.

Jagstzell

Der Jagstzeller Verein „Kulturgestalten“ zeigte in der gut besetzten Turnhalle die im Jahr 2006 mit dem deutschen Kindertheaterpreis ausgezeichnete Komödie „An der Arche um Acht“.

Der junge Theater- und Kulturverein führt mit dieser Inszenierung sein zweites Familientheaterstück unter Corona-Bedingungen erfolgreich durch. Nach dem Erfolg von „Ein Schaf fürs Leben“ von 2020 wurde dieses Jahr ein Stück von Ulrich Hub wiederaufgenommen. Mit der Inszenierung von „An der Arche um Acht“ wurden die Kulturgestalten 2019 für den Landesamateurtheaterpreis nominiert.

Die Handlung ist leicht erzählt. „An der Arche um Acht“ - was wie eine lockere Verabredung klingt, ist in Wahrheit die Rettung vor der Sintflut. Zwei Pinguinen wird von Noahs Taube die letzten Tickets für die Arche angeboten. Aber was ist mit ihrem Freund, dem dritten Pinguin? Darf man einen Freund im Stich lassen?

Kurz entschlossen schmuggeln die zwei Pinguine den dritten auf die Arche. Eine turbulente Reise nimmt ihren Lauf, an dem am Ende alle wohlbehalten ankommen. In der neuen Welt wird Gott dann das Versprechen abgenommen, dass es nie wieder eine Sintflut geben wird.

Mit Leichtigkeit und Witz nehmen die sieben kleinen und größeren Schauspieler die große Frage nach Gott ernst.

Mit viel organisatorischem Aufwand und einem durchdachten Hygienekonzept konnten die Kulturgestalten an drei Abenden viele kleine und große Zuschauer nach Jagstzell locken.

Dem Regisseur der „Kulturgestalten“, Harry Baumann, ist es gelungen, die Rollen perfekt zu besetzen. Franziska Bilek, Vanessa Schindler, Lasse Bilek spielten die drei Pinguine, die mal lustig sind und sich dann aber auch ordentlich zoffen können. Noahs Taube und Gott wurden gekonnt gespielt von Moritz Schenk und Astrid Zwick-Lamprecht. Auch für die Nachwuchsschauspielerinnen Lily Baumann und Lea Schöller gab es einen Gastauftritt. Die Schauspieler spielten, tanzten und sangen abwechselnd und machten damit das Stück besonders kurzweilig. Das Publikum dankte den Einsatz mit viel Applaus und drei gut besuchten Vorstellungen.

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