Einnahmeausfälle durch Pandemie

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Jagstzell hat in der jüngsten Vergangenheit investiert, wie etwa in die Sanierung der Bahnunterführung und die Parkflächen. Das Jahr 2020 endete aber mit einem dicken Minus. Archivfoto: AK
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Haushaltsplan 2022 und Jahresabschluss 2020 standen in der Januar-Sitzung im Fokus.

Jagstzell. In der vergangenen Dezember-Sitzung wurde im Jagstzeller Gemeinderat der Haushaltplan 2022 präsentiert und eingehend vorberaten. Nun konnte das Planwerk im Rat beschlossen werden.

Seitdem haben sich lediglich kleinere Änderungen im Haushaltsplan ergeben, die von Kämmerer Philipp Förstner erläutert wurden. Nach oben korrigiert wurden die Schlüsselzuweisungen vom Land. Ursprünglich waren hier 666 938 Euro von der Kämmerei veranschlagt worden. Dieser Betrag hat sich nun auf 731 926 Euro erhöht. Ebenfalls positiv nach oben ging die Investitionspauschale. Hier kann Jagstzell mit Mehreinnahmen in Höhe von rund 30 000 Euro kalkulieren.

Für das Jahr 2022 ergibt sich am Ende ein Zahlungsmittelüberschuss des Ergebnishaushalts in Höhe von voraussichtlich 1,762 Millionen Euro. Im Investitionshaushalt haben sich keine Änderungen ergeben. Jagstzell erwirtschaftet an Erträgen in diesem Jahr 6,749 Millionen Euro, an Aufwendungen müssen hingegen 5,521 Millionen Euro geleistet werden, was einem Plus und Gesamtergebnis in Höhe von 1,228 Millionen Euro entspricht. Den Haushaltsplan 2022 mit zugehöriger Satzung befürwortete der Gemeinderat einhellig.            

Haushaltsabschluss 2020

Im Gemeinderat wurde außerdem der Haushaltsjahresabschluss 2020 von Kämmerer Philipp Förstner präsentiert. Die Gesamtergebnisrechnung schließt mit einem negativen Ergebnis in Höhe von Minus 869 831 Euro. „Dies konnte jedoch durch eine Entnahme aus der Rücklage aus Überschüssen ausgeglichen werden“, erklärte Kämmerer Förstner. Die Gesamtfinanzrechnung schließt mit einem Zahlungsmittelbedarf aus der Ergebnisrechnung in Höhe von 570 714 Euro. Förstner machte deutlich: „Das schlechte Ergebnis 2020 ist in erster Linie durch Corona-Zahlungsausfälle und Ausfälle beim Einkommenssteueranteil der Gemeinde begründet.“

Insbesondere für die Sanierung der Alten Schule in Jagstzell, für den Anschluss der Kläranlage in Dankoltsweiler an die Sammelkläranlage in Jagstzell und dortige Sanierungsmaßnahmen musste viel Geld in die Hand genommen werden. Insgesamt wurde 2,451 Millionen Euro investiert. Demgegenüber standen 2020 Einzahlungen in Höhe von 1,219 Millionen Euro, die sich zum großen Teil aus Zuweisungen und Zuschüsse speisten.   An Kredit musste 350 000 Euro aufgenommen werden. Der Stand der liquiden Mittel wies Ende 2020 einen Betrag in Höhe von 913 762 Euro aus. Der Schuldenstand belief sich in Jagstzell Ende 2020 auf 858 293 Euro oder 372 Euro Pro-Kopf-Verschuldung. Die Räte beschlossen die Jahresrechnung 2020 einmütig.

⋌Achim Klemm

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