Energie und Heizung hauen rein

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Heizung und Energiekosten in öffentlichen Gebäuden wie der Grundschule Jagstzell werden den Haushalt belasten. Noch kann Jagstzell das Defizit aufgrund passabler Rücklagen ausgleichen.
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Der Finanzzwischenbericht für dieses Jahr fällt dennoch positiv aus und das trotz hoher Gewerbesteuer-Rückzahlungen und steigender Energiekosten.

Jagstzell

Mit deutlich geringeren Gewerbesteuereinnahmen muss die Gemeinde Jagstzell in diesem Jahr kalkulieren. Der Grund dafür sind hohe Rückzahlungen an Gewerbesteuervorauszahlungen aus den Vorjahren. Außerdem muss mit Mehrkosten für Heizung und Energie wegen des Ukraine-Krieges gerechnet werden.

Ursprünglich waren die Gewerbesteuereinnahmen in diesem Jahr im Haushaltsplan mit 1,8 Millionen Euro veranschlagt. Bedingt durch die Rückzahlungen fällt nun die Gewerbesteuer auf lediglich 434 000 Euro. Kämmerer Philipp Förstner sagte dazu: „Diese Schwankungen sind leider nicht kalkulierbar. Der geringere Ertrag lässt sich jedoch durch die Gewerbesteuermehreinnahmen des vergangenen Jahres wieder ausgleichen.“ Weil nun die Gewerbesteuereinnahmen geringer ausfallen, muss weniger an Gewerbesteuerumlage aufgewendet werden. Das ist dabei der Vorteil.

„Ansonsten sind keine wesentlichen Abweichungen zu erkennen“, machte der Kämmerer deutlich. Nach dem jetzigen Stand sei mit einem Mehrertrag in Höhe von 65 000 Euro im Ergebnishaushalt zu rechnen, so Förstner.

Im Bereich der Investitionen müsse beobachtet werden, wie sich die weltpolitische Lage auf Baupreise, Rohstoffe und Verfügbarkeiten von Fachfirmen auswirken werde, gab Kämmerer Philipp Förstner zu bedenken. Bürgermeister Patrick Peukert freute sich über das gute Haushaltszwischenergebnis: „Wir liegen voll im Plan. Die Haushaltsdisziplin ist groß bei unserer Verwaltung. Das zahlt sich aus.“

2021 mit dickem Plus

Kämmerer Philipp Förstner legte danach den Haushaltsjahres-Abschluss 2021 vor. „Das vergangene Jahr lief für Jagstzell in finanzieller Hinsicht sehr gut. Gerade bei der Gewerbesteuer haben wir ein dickes Plus erzielt. Statt prognostizierter 1,4 Millionen Euro konnten wir bei den Gewerbesteuereinnahmen 3,3 Millionen Euro verbuchen. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf unsere Rücklagen aus, die bei knapp drei Millionen Euro liegen.“

Der Schuldenstand konnte reduziert werden und betrug Ende 2021 insgesamt 762 000 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 328 Euro in Jagstzell entspricht. Die vorgesehene Kreditaufnahme in Höhe von 738 000 Euro musste nicht in Anspruch genommen werden.

Der Jahresrechnung 2021 stimmte der Gemeinderat einmütig zu.               

Herbstmarkt kommt

Der Bürgermeister konnte Erfreuliches berichten: „In Jagstzell gibt es wieder einen Herbstmarkt. Er findet am 15. und 16. Oktober bei unserer Grundschule statt. Es wird einen Kürbisgewicht-Schätz-Wettbewerb geben, an dem unsere Gemeinderäte und die Schulleitung teilnehmen. Außerdem wird der zweite Band der Jagstzeller Haus- & Hofchronik an einem Stand verkauft. Dort ist auch der erst Band erhältlich.        

Aus dem Gemeinderat Jagstzell

Bürgermeister Patrick Peukert mahnte im Gemeinderat weiterhin zur Vorsicht in Bezug auf Corona. „In unserer Gemeinde sind gegenwärtig 15 aktive Fälle gemeldet. Das ist relativ viel. Momentan gibt es viele Feste mit großen Menschenansammlungen. Da kann sich das Virus ausbreiten, deshalb ist weiterhin Achtsamkeit geboten. Die Pandemie ist noch nicht zu Ende.“

Eine Schutzhütte für den Waldkindergarten in Jagstzell wird gebaut. Dazu wird eine Ausführungsplanungen notwendig. Das Architektenbüro Frank Schneider erhielt den Auftrag dafür zum Preis in Höhe von 17 136 Euro.

In der Sammelkläranlage Jagstzell wird eine Phosphatelimination nachgerüstet. Der Gemeinderat vergab nun die Arbeiten für den Bau eine Fällmitteldosierstation an die Firma Likusta aus Lich zum Angebotspreis in Höhe von 119 193 Euro. Die Firma Elektro Jerg aus Aalen erhielt außerdem den Zuschlag für die Ausführung der Elektro-, Mess- und Prozessleittechnik zum Preis in Höhe von 548 287 Euro.  

In Zukunft kooperieren die beiden Gemeinden Jagstzell und Rosenberg beim Standesamtswesen. Es wurde nun vertraglich eine gegenseitige Vertretung der Standesbeamten der Gemeinden im Verhinderungsfall vereinbart. „Das soll aber nur in äußersten Notfällen zum Tragen kommen“. ⋌AK

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