Frischer Wind und neue Ideen für Jagstzell

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Der Diplom-Bankkaufmann Patrick Peukert will Bürgermeister von Jagstzell werden.
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Patrick Peukert will Bürgermeister von Jagstzell werden und sieht sich dafür gut gerüstet.

Jagstzell

Am 26. September wird in Jagstzell nicht nur der Bundestag, sondern auch der Nachfolger oder die Nachfolgerin von Bürgermeister Raimund Müller gewählt. Der erste Kandidat, der sich öffentlich gemeldet hat, ist der 30-jährige Patrick Peukert aus Gaishardt bei Neuler. Im Gespräch mit der Schwäbischen Post, schildert er seine Beweggründe für die Kandidatur und die Ziele, die er für die Gemeinde ins Auge fasst.

Wir treffen ihn in Jagstzell, an dem neu gestalteten Aufenthaltsbereich "Jagst erleben", den er als gelungene Gestaltung des Jagstufers lobt. Peukert kennt die Gemeinde, schließlich spielt er hier seit Jahren Fußball. Und zu Beginn seines Studiums zum gehobenen Verwaltungsdienst war er sechs Monate im Rathaus bei Raimund Müller als Praktikant. Das war 2019, seitdem verfolgt er die kommunalpolitischen Entscheidungen und weiß sehr gut, wo in Jagstzell der Schuh drückt. Welche Themen aktuell eine Gemeinde umtreiben, weiß er auch aus seiner Heimatgemeinde Neuler, wo er seit sieben Jahren Gemeinderat ist.

"Die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung, der Breitbandausbau, das Thema Rathaus", zählt er einige der Jagstzeller Baustellen auf, mit denen sich der neue Bürgermeister beziehungsweise die neue Bürgermeisterin befassen müssen. Rathaus ist ein gutes Stichwort, würde er einen Neubau oder eine Sanierung des Altbaus befürworten? "Man muss die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen abwarten, und die Bürger sollten sich auch noch dazu äußern können", sagt er. Klar ist für ihn, dass man nur mit Blick auf die finanzielle Situation eine vernünftige Entscheidung treffen kann.

Und da sieht er sich mit seiner Ausbildung und der beruflichen Tätigkeit als Bankkaufmann durchaus kompetent, entsprechende Entscheidungen zu treffen. "Der Breitbandausbau bindet schon große finanzielle Mittel. Man muss genau kalkulieren, was daneben noch möglich ist", sagt er und sieht in den Gestaltungsmöglichkeiten die Seiten, die für ihn den Beruf des Bürgermeisters interessant machen. "Das Amt ist eine Herausforderung, da habe ich durchaus Respekt davor. Aber es ist auch ein schönes Amt, weil man e das Leben in der Gemeinde mit prägen kann, weil man immer mit Menschen zu tun hat."

Kommunikation ist für ihn der wesentliche Punkt, die Arbeit im Team, die Suche nach der besten Lösung, das hat er bei der VR Bank Ellwangen gelernt. Auf was es bei der Verwaltungstätigkeit ankommt, hat er sich im Studium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg angeeignet. Das Grundlagenstudium hat er abgeschlossen, das weiterführende Studium zum gehobenen Verwaltungsdienst, ein Semester plus Praxisphase, würde er zur Not abbrechen, wenn er gewählt würde und die Hochschule seine Praxiszeit als Bürgermeister nicht anerkennen würde. Die Anfrage läuft derzeit.

Peukert ist früh in den Wahlkampf eingestiegen und ist froh darüber: "Ich war beim Scheunenfest in Dankoltsweiler, beim Reitturnier, bei der Feuerwehr, ich habe schon viele Kontakte knüpfen können, mich vielen Menschen vorgestellt. Wer weiß, wie lange das noch möglich ist, angesichts der momentan steigenden Inzidenzen."

Beste Wahlwerbung wäre natürlich, wenn er beim nächsten Fußballspiel im WFV-Pokal und in der neuen Spielrunde für Jagstzell ein paar Tore schießen könnte. Peukert: "Ich werde mein Bestes tun. Aber ich bin Verteidiger."

Gerhard Königer

  • Kontakt zu Patrick Peukert
  • Kontaktmöglichkeiten bestehen über Facebook (Patrick Peukert Jagstzell) und Instagram (patrick_peukert_jagstzell) oder auch per E-Mail unter patrickpeukert91@googlemail.com und über die Internetseite www.patrick-peukert.de.

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