Kritik an Abweichungen vom Bebauungsplan

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Jagstzell
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Patrick Peukert führt erstmals als neuer Bürgermeister von Jagstzell durch die Gremiumssitzung. Zahlreiche Baugesuche werden abgearbeitet.

Jagstzell

Der frisch als Bürgermeister von Jagstzell verpflichtete Patrick Peukert leitete erstmals die Gemeinderatssitzung in der Gemeindehalle. Auf der Tagesordnung standen zahlreiche Baugesuche.

Die Errichtung einer Stützmauer auf einem Baugrundstück im Baugebiet „Lindenmahd II“ fand in einer der vorangehenden Gremiumssitzungen keine Zustimmung. Der Grund: Die Natursteinmauer wurde bereits direkt auf den Grundstücksgrenzen errichtet. Das Gremium verurteilte diese gewählte Vorgehensweise auf das Schärfste. Die Angrenzer gaben jedoch für die bereits erfolgte Bebauung im Nachhinein ihr Einverständnis, so dass die Gemeindeverwaltung nun auch grünes Licht für das Baugesuch gab.

Einer Nutzungsänderung einer bestehenden Garage auf dem Grundstück Jagstzell-Riegelhof 7 zu einem Hofladen mit Verkaufsraum stimmte der Gemeinderat außerdem zu. Der Hofladen von August Schlosser hat ganzjährig geöffnet, montags von 17 bis 19 Uhr und freitags von 15 bis 19 Uhr. Es werden Gemüse, Kartoffeln und Obst aus eigener Erzeugung in Bioland-Qualität verkauft.

Der Gemeinderat billigte den Entwurf einer Flächennutzungsplanänderung im Bereich „Ludwigsmühle“ in Rosenberg. Hier sollen vier Hektar gewerbliche Baufläche entstehen, um die Erweiterung des hier ansässigen holzverarbeitenden Betriebes zu ermöglichen. Am Standort gibt es keine anderen Erweiterungsmöglichkeiten.

Einer Flächennutzungsplanänderung im Bereich Adelmannsfelden „Dollishäusle-West“ stimmte das Gremium ebenfalls zu. Die Gemeinde Adelmannsfelden kann derzeit keine Grundstücke mehr an Bauinteressenten anbieten. Sämtliche Baugrundstücke sind bereits verkauft worden. Dennoch besteht weiterhin Wohnbauflächenbedarf und es gibt konkrete Käuferanfragen. Ziel der Gemeinde ist es mit der zur Verfügung-Stellung von weiterem Bauland eine Abwanderung ins Umland zu verhindern.

Die Flächennutzungsplanänderung im Bereich „Hinterer Spitalhof“ in Ellwangen und dem Bereich „Beinig IV“ in Röhlingen billigte der Gemeinderat in weiterem Tagesordnungspunkt. Im Rahmen der Landesgartenschau 2026 wird unter anderem der Bereich Schießwasen und „Mühlgraben“ neu konzipiert, wofür der bestehende GOA-Wertstoffhof sowie die Lagerflächen des Baubetriebshofes weichen müssen. Im „Hinteren Spitalhof“ entstehen dafür Ersatzflächen in einer Größe von 1,2 Hektar. Eine Flächennutzungsplanänderung wird erforderlich.

Rund ein Hektar Sonderbauflächen für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage sollen im Bereich des Pumpwerks Dankoltsweiler entstehen. Die benötigte Energie zum Betrieb des Pumpwerkes soll damit selbst erzeugt werden. Mit Hilfe dieser Anlage möchte die Gemeinde Jagstzell einen Beitrag zur Energiewende leisten. Der für den Bau der Photovoltaikanlage notwendigen Änderung des Flächennutzungsplanes und dem Entwurf stimmte der Gemeinderat einmütig zu.

Ein Aufstockungsantrag in Höhe von 3,34 Millionen Euro für das Sanierungsgebiet „Ortsmitte“ in Jagstzell wird für das Jahr 2022 gestellt. Bisher wurden bereits 2,75 Millionen Euro an Finanzhilfe für das Sanierungsgebiet bewilligt.

Ein Fachmann der EnBW soll dem Gemeinderat in einer der kommenden Sitzungen einen Überblick über den Energieverbrauch der kommunalen Gebäude geben, wurde beschlossen. Dabei soll auch berichtet werden, wo weitere Potenziale zur Energiegewinnung vorhanden sind.

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