Neuer Nistplatz ist heiß begehrt

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Dieses Storchenpaar konnte sich den begehrten Nistplatz sichern. Über das Männchen ist bislang nichts bekannt. Das beringte Weibchen wurde zuletzt aber hauptsächlich in Haisterhofen und Killingen gesichtet.

In Jagstzell wurde vergangenes Jahr ein Holzmast mit Nisthilfe aufgestellt, der die Vögel zum Nestbau animieren soll. Mit Erfolg: Gleich vier Storchenpaare wollten sich dort zum Brüten niederlassen.

Jagstzell

Den Weißstörchen scheint es in Jagstzell zu gefallen. Schon im hatten sich die Vögel dort im Bereich des Bahnhofs und des Sportplatzes aufgehalten. Daher entschied die Jagstzeller Gemeindeverwaltung, in Zusammenarbeit mit der EnBW, einen Holzmast aufzustellen – speziell für die Weißstörche, inklusive Nisthilfe.

Und der Mast ist gefragt: Bereits am vergangenen Sonntag wollten gleich vier Weißstörche das Nest in Besitz nehmen, wie Helmut Vaas vom Naturschutzbund (NABU) Ellwangen mitteilt. Ein Storchenpaar habe sich durchgesetzt. „Und es sieht alles danach aus, dass es auch bleiben wird“, ergänzt Vaas.

Zum aktuellen Zeitpunkt werde intensiv Nestbau betrieben und die Umgebung bei der Nahrungssuche erkundet. „Erste Paarungsversuche waren auch schon zu sehen“, fügt Helmut Vaas hinzu.

Storchendame ist bekannt

Das Männchen, das den Nistplatz für sich gewinnen konnte, ist unberingt, also nicht gekennzeichnet. Daher weiß man über das Alter oder andere Eigenschaften dieses Weißstorchs bislang nichts. Das Weibchen ist allerdings eine alte Bekannte: Die Storchendame wurde bereits Anfang Juni 2019 in einem Nest auf dem Rathaus in Feuchtwangen beringt, wodurch einige Informationen über ihr Verhalten gewonnen werden konnten.

Sie habe sich demnach im vergangenen Sommer durchgehend mit einer Jungstorchgruppe in Haisterhofen und Killingen aufgehalten. Ihr Ring konnte dabei insgesamt 27 Mal abgelesen werden. Helmut Vaas ist optimistisch, dass es in Jagstzell nun mit dem Nachwuchs klappt: „Man darf sich jetzt aufeine hoffentlich erfolgreiche Brut in einem sicher optimalen Nahrungsgebiet freuen.“

Man darf sich jetzt aufeine hoffentlich erfolgreiche Brut in einem sicher optimalen Nahrungsgebiet freuen.“

Helmut Vaas, NABU Ellwangen

Der Wappenvogel des NABU im Überblick

Der Weißstorch schmückt das Logo des NABU, derselbe engagiert sich seit Jahren für den heimischen Vogel. Weltweit gibt es etwa 166 000 Brutpaare, 4300 davon in Deutschland. Sie sind vor allem in Mittel- und Südeuropa sowie Nordafrika und Kleinasien beheimatet. Die Winterquartiere haben die Vögel aber in West-, Ost- und Südafrika. Stehend ist der Weißstorch etwa 80 Zentimeter hoch und hat eine Flügelspannweite von bis zu zwei Metern.

Bevor es mit dem Brüten losgeht, muss das Nest fertiggebaut und die Umgebung erkundet werden.

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