Rathausfrage ist Thema im Gemeinderat Jagstzell

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Die alte Schule wurde zum Interimsrathaus umgebaut. Jetzt geht es darum, wie die dauerhafte Lösung aussehen soll. Archivfoto: AK
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Eine Mehrheit ist gegen eine Statikuntersuchung, will stattdessen wissen, was ein Neubau kostet.

Jagstzell. Wo das Rathaus in Jagstzell künftig seinen Standort haben wird, steht derzeit noch völlig offen und auch ob das alte Rathaus als solches weiterhin genutzt werden wird. Eine Bestands- und Tragfähigkeitsuntersuchung sollte deshalb dort zuerst veranlasst werden. Doch der Gemeinderat hatte etwas dagegen.

„Um in Sachen Rathaus und Vorbereitung einer Standortentscheidung überhaupt entscheiden zu können, sind diese Untersuchungen beim Rathaus notwendig“, erläuterte Bürgermeister Raimund Müller bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Die Gemeindeverwaltung bat nun das Statikbüro Hottmann aus Schwäbisch-Gmünd, einen Honorarvorschlag für eine Bestands- und Tragfähigkeitsuntersuchung des Rathauses abzugeben. Das Gebäude soll aus statischer Sicht untersucht werden und mögliche gewünschte Umbauten sollen dabei berücksichtigt und statisch eingeordnet werden. Dazu muss das Tragwerk an definierten Stellen geöffnet und anschließend die tragenden Bauteile statisch nachgerechnet werden. „Es soll die Substanz geprüft werden und ob die Fundamente des Rathauses bei einer Sanierungsmaßnahme ausreichend sind“, fasste Bürgermeister Müller zusammen. Für die anfallenden Arbeiten zur Voruntersuchung könnte ein Betrag zwischen 15 000 und 20 000 Euro berechnet werden.

Gemeinderat Matthias Schlosser wollte zunächst einmal die Kosten für einen Neubau oder einer Sanierung des Rathauses gegenüber gestellt haben. „Eine Statik-Untersuchung bringt uns da jetzt keinen Schritt vorwärts. Wir benötigen zunächst ein Konzept, wie ein künftiges Rathaus aussehen soll und den Raumbedarf. Einen Statiker jetzt schon zuschalten halte ich für überflüssig.“ Auch Matthias Engelhard schloss sich dieser Auffassung an: „Die 15 000 Euro können wir uns jetzt erst einmal sparen. Eine Konzeptvorstellung ist vorrangig.“

Der Gemeinderat beschloss am Ende mehrheitlich die Beauftragung des Statikbüros zurückzustellen. Im Haushaltsplan 2021 ist eine Planungsrate von 50 000 Euro für einen Um-/ An- oder Neubau des Rathauses veranschlagt worden.

Fußgängerunterführung trocken

Der Starkregen am 9. Juli sorgte wieder für eine Überschwemmung der Bahnunterführung in Jagstzell und eine damit verbundene Verkehrssperrung. „Unsere noch junge Fußgängerunterführung hat dagegen ihre Feuertaufe bestanden. Nichts ist vollgelaufen und die Fußgänger konnten unbeschadet und uneingeschränkt die Unterführung nutzen“, freute sich der Bürgermeister. Achim Klemm

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