Rosenberger Straße ist mangelhaft

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Blick in die Rosenberger Straße von Jagstzell, eine viel befahrene Strecke. Auch Schwerlastverkehr ist dort unterwegs. Die Straße soll saniert werden, künftig soll zur Lärmreduzierung dort Tempo 30 oder Tempo 40 gelten.
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Der Gemeinderat Jagstzell befürwortet die Sanierung. Der Landkreis will 2023 einen Flüsterbelag einbauen. Tests sollen zeigen, welches Tempolimit zur Lärmreduzierung nötig ist.

Jagstzell

Eine hohe Verkehrsbelastung in der Rosenberger Straße, Lärm dort durch Schwerlastverkehr, Geschwindigkeitsreduzierung und ein schlechter Straßenbelag: Damit befasste sich der Gemeinderat Jagstzell in seiner jüngsten Sitzung eingehend.

„Aus der Bürgerschaft und besonders von den Anwohnern gibt es schon seit geraumer Zeit Beschwerden über den zu lauten Straßenbelag der Rosenberger Straße. Es wird nachdrücklich um Abhilfe gebeten“, erklärte Bürgermeister Raimund Müller eingangs der Sitzung in der Gemeindehalle.

Außerdem befürchten Anwohner eine noch größere Verkehrsbelastung durch das geplante Baugebiet „Rosenberger Straße Süd“, so Müller.

Die Kosten für die Sanierung der Rosenberger Straße werden von der Straßenmeisterei Ellwangen auf 200 000 Euro geschätzt. Rund 30 000 Euro müsste die Gemeinde Jagstzell für die Anpassungen der einmündenden Ortsstraßen einplanen.

Die Straßenzustandsnote lag bei der letzten Zustandserfassung bei 4,5. Die schlechteste Note ist 5. „Es wird auch noch darauf hingewiesen, dass mit der Straßensanierung noch abgewartet werden solle, bis die Bauarbeiten zum neuen Wohngebiet „Rosenberger Straße Süd“ an der K 3321 abgeschlossen sind“, informierte Raimund Müller weiter.

Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes „Rosenberger Straße Süd“ hat die Gemeinde auch noch ein Gutachten zur Lärmsituation der Rosenberger Straße eingeholt. Der Bürgermeister bemerkte: „Schon beim ersten Gutachten war offensichtlich, dass die Lärmwerte für Wohngebiete im Bereich der Ortsdurchfahrt massiv überschritten werden. Sowohl tagsüber als auch nachts.“ Auch die Gemeinderätin Diana Hauber bestätigte im Gremium: „Es ist wirklich sehr laut bei der Rosenberger Straße und sie befindet in sehr schlechten Zustand.“

Der Landkreis hat die Straßensanierungsmaßnahme eingeplant. Nach dem Zeitplan des Ostalbkreises soll die Rosenberger Straße 2023 einen neuen Belag erhalten. Es soll ein Belag zur Geräuschreduzierung zum Zuge kommen.

Gemeinderat Wolfgang Kling strich bei der Diskussion heraus, dass man erst in der Kombination von Straßenbelagserneuerung und Geschwindigkeitsreduzierung zum Erfolg kommen werde in der Rosenberger Straße.

Gremiumskollege Markus Zeller schlug vor, auszutesten, wie hoch die Geschwindigkeitsreduzierung in der Rosenberger Straße sein soll, also eine Begrenzung auf Tempo 30 oder 40. Dem stimmte der Gemeinderat einmütig zu.

Weniger Erfreuliches berichtete Müller danach über die Sanierung der Alten Schule in Dankoltsweiler und der Herstellung von Barrierefreiheit. „Wir liegen bei den Gewerken deutlich über unseren Kostenberechnungen, das macht uns Sorgen. Wir wollen nun wegen der hohen Kosten Zuschusserhöhungen beantragen. Bei Holz sind die Preise extrem gestiegen, auch beim Kupfer und Kunststoff, das macht sich jetzt bemerkbar.“

Es ist wirkliche sehr laut und die Straße ist schlecht.“

Daniela Hauber, Gemeinderätin

Jagstzell. Das Ausbauprogramm „Graue Flecken“ beim Breitbandausbau wurde außerdem im Rat diskutiert. Bürgermeister Raimund Müller beklagte: „ Wir befinden uns jetzt erst gerade in der Genehmigungs-und Ausführungsplanung für den Breitbandausbau „Weiße Flecken“ und jetzt müssen wir uns schon mit den grauen Flecken und den Kosten befassen. Es würden wieder hohe Kosten auf uns zukommen, die eigentlich nicht zu stemmen sind. Das wird uns über unsere Belastungsgrenze führen.“ Trotz dieser Auffassung stimmte der Gemeinderat dafür, jetzt in die Markterkundung für den Breitbandausbau „Graue Flecken“ einzusteigen. Mit den grauen Flecken werden die restlichen noch fehlenden Hausanschlüsse in der Gemeinde hergestellt.

Die Schluss-Abrechnung für den Anschluss der Kläranlage Dankoltsweiler an die Kläranlage Jagstzell wurde im Gremium vorgelegt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf insgesamt 1,473 Millionen Euro. Die Gemeinde muss davon 390 664 Euro tragen. Hinzu kommen außerdem noch die Kosten für den Straßenbau in Höhe von 473 000 Euro. AK

Jagstzell. Bei der Gemeinde Jagstzell dauerte die Umstellung von der Kameralistik auf die doppelte Buchführung vier Jahre lang. Jetzt wurde im Gemeinderat die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 von Verwaltungsmitarbeiterin Carmen Scharfenecker präsentiert. In der Bilanz ist das Sachvermögen der Gemeinde mit 29,884 Millionen Euro und das Finanzvermögen mit 2,718 Millionen Euro fixiert worden. Das Sachvermögen setzt sich aus den Werten der unbebauten und bebauten Grundstücke, den Gebäuden und dem gesamten Infrastrukturvermögen, also zum Beispiel Straßen, den Anlagen zur Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung und dem Friedhof zusammen. Maschinen und Fahrzeuge zählen auch dazu.

Das Basiskapital der Gemeinde beträgt 15,635 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten liegen bei 3,952 Millionen Euro. Die Bilanzsumme der Gemeinde Jagstzell weist 32,625 Millionen Euro zum 1. Januar 2019 aus. Der Feststellung der Eröffnungsbilanz der Gemeinde Jagstzell stimmte der Gemeinderat einmütig zu. Jetzt muss die Bilanz noch dem Landratsamt zur Prüfung übergeben werden. AK

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