Jagstzell: Start des Jahrhundertprojekts ist angelaufen  

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Im Jagstzeller Gremium wird ein erstes kleines Zwischenfazit beim Breitbandausbau „Weiße Flecken“ gezogen“.
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Im Jagstzeller Gremium wird ein erstes kleines Zwischenfazit beim Breitbandausbau „Weiße Flecken“ gezogen“.

Jagstzell. Voll im Zeitplan liegt der Breitbandausbau „Weiße Flecken“ in der Gemeinde Jagstzell. Ende März erfolgte mit dem Spatenstich auf der Bahnrampe der Baubeginn. Leitungen sind jetzt vorverlegt und teilweise sind bereits Hausanschlüsse realisiert worden.

„Die Gemeinde hat die Aufgabe die Hausanschlüsse herzustellen. Der erste Teil der Grabarbeiten ist schon erledigt“, machte Hauptamtsleiter Lars Freytag im Gremium deutlich, der von einem Jahrhundertprojekt für Jagstzell sprach. Denn schnelles Internet wird in der Zukunft immer wichtiger und durch Glasfaser werden die Daten- Übertragungsgeschwindigkeiten deutlich erhöht. Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus und benötigen mehr Leistung und besonders moderne Unternehmen sind auf hohe Übertragungsraten angewiesen.

Die Firma Walter Bauer wurde damit beauftragt das Glasfaserkabel in Jagstzell zu verlegen. „Das Unternehmen arbeitet sehr sauber, überaus professionell und der Ausbau geht zügig voran“, sprach Hauptamtsleiter Lars Freytag ein großes Lob aus.  

 Das maximale Tempo beim Herunterladen wird in Jagstzell auf bis zu einem Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) steigen. Die ursprünglichen Kosten der Breitband-Baumaßnahme konnte man durch verschiedene Einsparungen von 8,5 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro senken. Die Gemeinde erhält von Bund und Land eine Förderung von insgesamt 90 Prozent. Insgesamt werden 27 Kilometer an Leitungen verlegt und 120 Hausanschlüsse hergestellt. 

Die Baumaßnahme ist in fünf Abschnitte unterteilt und soll bis Juni 2023 abgeschlossen sein.      

Aus dem Gemeinderat Jagstzell:

Jagstzell. Bürgermeister Patrick Peukert gab bekannt, dass die Gemeinde jetzt einen Zuwendungsbescheid vom Regierungspräsidium für die Sammelkläranlage in Jagstzell und die Ausstattung / Fernwirktechnik mit einem Betrag in Höhe von 174 200 Euro erhalten hat. 

Für die Ausführung der Tief-, Straßen- und Zaunbauarbeiten und den Bau der schon länger geplanten Phosphatelemination auf der Sammelkläranlage in Jagstzell wurde die Firma Hans Ebert Bauunternehmen aus Pommertsweiler zum Angebotspreis in Höhe von 330 293 Euro beauftragt. Leider liegt diese Summe 20 Prozent über den ursprünglich kalkulierten Kosten. Dies liege laut dem Ingenieurbüro Grimm an den derzeit außergewöhnlichen großen Preissteigerung im Bausektor. Die Kostensteigerung in Höhe von 65 293 Euro wird über die Gewerbesteuereinnahmen aus dem vergangenen Jahr finanziert. Ende Juni 2023 sollen die Arbeiten fertiggestellt sein. 

In der Lindenstraße hat der Bauherr im westlichen Grundstücksbereich eine nicht genehmigte Erdauffüllung vorgenommen und die Böschung teilweise auf dem Nachbargrundstück ausgeführt. Nun wurden von den Angrenzern Einwendungen geäußert. Die ausgeführte Böschung sei zu hoch wurde moniert. Seitens des Nachbarn gibt es außerdem Bedenken wegen der Stabilität, insbesondere bei Starkregen. Die Mängel sollen nun behoben werden. Der Gemeinderat erteilte seine Zustimmung zu dem Bauvorhaben.   

Die ATC Germany Munich GmbH plant in Jagstzell-Schweighausen die Errichtung eines 40 Meter hohen Mobilfunkmastes im Außenbereich. Er soll als Stahlgitterfachwerk erbaut werden. Die gesamte Anlage ist umzäunt. Mit diesem Bau soll ein Beitrag zur flächendeckenden Mobilfunkversorgung geleistet und bestehende Lücken geschlossen werden. Der geplante Bau des Mobilfunkmasts in Schweighausen dient der Anbringung von Mobilfunkantennen von Mobilfunknetzbetreibern. Dem Bau des Mobilfunkmastes stimmte der Gemeinderat Jagstzell bei einer Enthaltung zu.

In der Bürgerfragestunde wurde danach gefragt, wie die neuen „Mitfahrbänkle“ in der Gemeinde Jagstzell funktionieren. Bürgermeister Patrick Peukert klärte auf: „Wenn Sie eine Mitfahrgelegenheit benötigen, kennzeichnen Sie Ihr Wunschziel am großen Schild beim Mitfahrbänkle. Nachdem Sie sich dann auf dem Mitfahrbänkle gesetzt haben, benötigen Sie ein wenig Geduld. So erkennen vorbeifahrende Autofahrer, dass Sie mitgenommen werden möchten. Hält dann jemand an, klären Sie mit dem Fahrer Ihr Fahrziel ab.“ Wichtig zu wissen: Das Mitfahrbänkle beruht auf Freiwilligkeit der beteiligten Personen. Das Angebot ist als eine Art erweiterte Nachbarschaftshilfe zu verstehen. Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren dürfen das Mitfahrbänkle nicht nutzen. Im Falle eines Unfalles ist man ganz normal über die KfZ-Haftpflichtversicherung des Fahrzeughalters abgesichert.

Einen Überblick über die Mitfahrbänkle Jagstregion und die Haltestellen mit den Zielrichtungen können unter: www.ostalbkreis.de und Mitfahrbänkle Jagstregion aufgerufen werden.      

Derzeit sind zwölf Ukraine-Flüchtlinge in Jagstzell untergebracht, berichtete Bürgermeister Patrick Peukert. „Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab. Wenn Sie Wohnungen wissen, wo man die Flüchtlinge unterbringen kann, melden Sie uns das bitte“, machte Peukert Werbung.   

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