Viel erreicht zum Wohle der Gemeinde

+
Bürgermeister Raimund Müller (rechts) leitete zum letzten Mal die Gemeinderatssitzung als Bürgermeister von Jagstzell. Sein Nachfolger im Amt, Patrick Peukert (Zweiter von rechts) steht schon in den Startlöchern.
  • schließen

Bürgermeister Raimund Müller führte ein letztes Mal durch die Tagesordnung in Jagstzells Gremium. Rührende Abschiedsworte von Matthias Schlosser.

Jagstzell

Seine letzte Gemeinderatssitzung hat Raimund Müller am Montagabend im Bürgersaal der Alten Schule als Bürgermeister, schon im Beisein seines Nachfolgers im Amt, Patrick Peukert, geleitet. Nach der Abhandlung der Tagesordnung richtete der stellvertretende Bürgermeister Matthias Schlosser emotionale Worte an den scheidenden Schultes. „Wir kennen uns jetzt schon seit 24 Jahren, da ist es glaube ich an der Zeit, vom Sie zum Du überzugehen, Raimund“, begann Schlosser. Bei ihm und sicher auch bei Müller schwinge viel Wehmut mit beim Abschied sagen.

Drei Amtsperioden lang und insgesamt 24 Jahre habe Müller Verantwortung für die Entwicklung der Gemeinde übernommen. „Los ging’s bei dir 1997. Damals waren die Kassen in Jagstzell klamm und es galt die Haushaltskonsolidierung hin zu bekommen. Mit wenig Geld sollte möglichst viel erreicht werden. Mit deinem Verwaltungsteam hast du in deiner Zeit als Bürgermeister Jagstzells viel bewegt“. lobte Schlosser. In Jagstzell gebe es viele engagierte Bürger und Vereine und eine gut funktionierende Infrastruktur.

„Ich spreche im Namen aller Jagstzeller und des Gemeinderates meinen Dank für deine Arbeit und dein außerordentliches Engagement aus, zum Wohle von Jagstzell. Du hast wie kein anderer die Gemeinde geprägt, endete Schlosser.“ Bürgermeister Raimund Müller zeigte sich nach den Worten von Matthias Schlosser sichtlich gerührt und verdrückte auch die ein oder andere Träne. „Es war mir eine Ehre, für die Gemeinde Jagstzell arbeiten zu dürfen. Ich habe ein tolles Mitarbeiterteam hinter mir gehabt und die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat war über die vielen Jahre hinweg kooperativ und freundschaftlich. Ich habe immer versucht die Bürgerschaft so weit es ging in die Projekte einzubinden. Es war eine Freude, meinen Beitrag für die Gemeinde zu leisten. Es geht immer nur gemeinsam und gemeinsam haben wir viel erreicht. Auch unter meinem Nachfolger Patrick Peukert werden die Vorhaben in Jagstzell sicher ebenso engagiert angegangen. Mir ist da gar nicht bange. Vielen Dank für die wundervolle Zeit“, sagte er.

Waldkindergarten: In der Sitzung ging es unter anderem um einen Bauantrag für den geplanten Waldkindergarten. Der wird nun gestellt, beschloss der Gemeinderat. Im Wald des Flurstückes in Riegelhut oberhalb von Jagstzell soll eine Schutzhütte für einen Waldkindergarten in Holzständerbauweise errichtet werden. Sie verfügt über einen rund 36 Quadratmeter großen Betreuungsraum und eine rund 38 Quadratmeter große Terrasse. Es gibt eine Kochnische, Büro und eine Lagerfläche für Spielsachen. WCs im Außenbereich werden aufgebaut und es entsteht ein Parkplatz für sechs Autos.

Besoldung des neuen Bürgermeisters: Patrick Peukert ist der neue Bürgermeister von Jagstzell. Er tritt die Stelle am 15. November 2021 an. Aufgrund einem geänderten Anforderungsprofil, der aufwendigeren Verwaltung und der Vielzahl von Aufgaben nahm der Gemeinderat jetzt eine Neubewertung der Besoldung des Jagstzeller Bürgermeisters vor. Das Gremium gruppierte die Bürgermeisterstelle in die Besoldungsstufe 16 ein.

Alte Schule Dankoltsweiler: Arbeiten für weitere Gewerke wurden für die Sanierung der Alten Schule in Dankoltsweiler vergeben, für Heizung, Sanitär, Gipser- und Gerüstarbeiten und Flaschnerarbeiten zum Preis von insgesamt 103 491 Euro.

Spielplatz Panoramastraße: Beim Schlussbericht der Neugestaltung des Kinderspielplatzes in der Jagstzeller Panoramastraße wurden die abschließenden Kosten vorgelegt. Sie belaufen sich auf insgesamt 64 262 Euro.

Bebauungsplan Kellerhof: Dem Bebauungsplan Kellerhof stimmte der Gemeinderat nach der Abwägung der öffentlichen und privaten Belange einmütig zu und beschloss ihn als Satzung. Durch den Bebauungsplan soll die bestehende Kfz-Werkstatt im Kellerhof an der B 290 mit dem Neubau einer Werkstatt mit Büro, Stellplätzen und Betriebsleiterwohnung erweitert werden.

Neues Gebäude Schweighausen: In Schweighausen soll im Bereich der Gebäude 21 und 21 / 1 ein weiteres Gebäude entstehen. Nach Auskunft des Kreisbauamtes ist dieses jedoch nicht mehr privilegiert. „Aus Sicht der Gemeindeverwaltung spricht nichts gegen die Ergänzung der dortigen Bebauung, zumal die Infrastruktureinrichtungen dort vollständig vorhanden oder relativ einfach komplettiert werden können“, erklärte Bürgermeister Raimund Müller. Der Gemeinderat stimmte nun einer Ergänzungssatzung zur Festlegung der Grenzen in Schweighausen zu.

Carmen Scharfenecker: Der Gemeinderat berief Carmen Scharfenecker zur stellvertretenden Kassenverwalterin der Gemeindekasse Jagstzell.

Zurück zur Übersicht: Jagstzell

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare