Was Pfarrer Danner alles bewegt hat

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Pfarrer Martin Danner verlässt nach 15 Jahren die Seelsorgeeinheit Virngrund und wird leitender Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Donau-Riß.

Nach 15 Jahren verlässt Martin Danner die Seelsorgeeinheit Virngrund. Jetzt sucht er eine neue Herausforderung.

Jagstzell

Insgesamt 15 Jahre hat Pfarrer Martin Danner die Seelsorgeeinheit Virngrund betreut. Jetzt nimmt er Abschied von seinen drei Kirchengemeinden und sucht eine neue Herausforderung. In der Seelsorgeeinheit Donau-Riß wird er künftig leitender Pfarrer. Am 29. November findet dort seine Investitur statt. Im Rückblick schaut er auf sein Wirken und darauf, wie sich seine Kirchengemeinden entwickelt haben.

Ein wenig Wehmut beschleicht Pfarrer Danner schon. Schließlich bedeuten 15 Jahre eine lange Zeit. "Ich habe im Laufe der Jahre die Menschen hier lieb gewonnen. Es war eine schöne und erfüllte Zeit, in der viel passiert ist. Mir ist nie langweilig geworden und es gab immer etwas zu tun", beschreibt der 56-jährige Martin Danner.

Im Jahre 2005 kam Pfarrer Danner nach Jagstzell. Zuvor war er von 2001 bis 2005 für die Seelsorgeeinheit Seegemeinden Mariabrunn und Eriskirch am Bodensee als leitender Pfarrer tätig.

"Als ich damals in den Virngrund kam, ging es darum, aus den von mir zu betreuenden drei Kirchengemeinden St. Vitus Jagstzell, Zur schmerzhaften Mutter Gottes Rosenberg und St. Jakobus Hohenberg eine Seelsorgeeinheit zu bilden", erklärt der Geistliche.

Wichtig dabei war, sich gegenseitig kennenzulernen und zusammen zu arbeiten. Ein gemeinsames Jahresthema musste beispielsweise ausgearbeitet und gemeinsame Weihnachts- und Osterbriefe mussten geschrieben werden. Am Anfang gab es zwar etwas Berührungsängste und Vorbehalte, die jedoch im Laufe der Zeit schwanden, erinnert er sich. "Das Ganze hat sich sehr positiv entwickelt und die Kirchengemeinden sind langsam zusammengewachsen", zeigt sich Martin Danner heute überaus zufrieden.

Danner geht auf den Sendungsauftrag der Kirche ein. "Auf der einen Seite steht die kirchliche Lehre, auf der anderen Seite das Leben der Menschen. Es gibt eine große Kluft zwischen beidem. Sie zu überwinden ist eine wichtige Aufgabe für uns als Seelsorger", betont Danner. Der Pfad hin zu Gott sei ein lebenslanger Prozess und die Gebote dienten dabei als wichtige "Leitplanken", um nicht von dem rechten Weg abzukommen. Einen Weg beschreibe Jesus selbst. Danner zitiert aus dem Markus-Evangelium: "Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium."

Der Pfarrer ist kein Einzelkämpfer.

Martin Danner Pfarrer

Offene Willkommenskultur

Die Menschen zu "Jüngern" machen sei eine wichtige Aufgabe. "Dazu gehört eine offene Willkommenskultur. Die Menschen müssen in Beziehung zu Gott gesetzt werden. Die eucharistische Anbetung, Glaubensfeste und Gebetskreise oder Wallfahrten dienen als darauf aufbauende Grundlage."

In der Zeit, in der Pfarrer Martin Danner in der Seelsorgeeinheit Virngrund gewirkt hat, sind viele wichtige Bauvorhaben und Renovierungen realisiert worden. Danner listet auf: Die Sanierung des Vitusheims in Jagstzell war ein wichtiges Projekt, ebenso die Neugestaltung des Kindergartens mit der Einrichtung einer Krippengruppe, wie auch die Sanierung des Kirchdaches St. Vitus und die Instandsetzung des Kirchturmes. Die Neugestaltung des Pfarrbüros in Rosenberg vom ehemaligen Pfarrhaus in das Gemeindehaus schaffte neue Strukturen und die Innenrenovierung der Kirche in Hohenberg sei ein lange geplantes Vorhaben gewesen.

Offenes Ohr für die Belange

Wichtig war für Martin Danner dabei immer: "Die enge Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinderäten und den Gemeindeverwaltungen ist entscheidend für ein funktionierendes Gemeindeleben. Die Leute müssen bei allen Vorhaben mitgenommen und in die Entscheidungsprozesse auch eingebunden werden. Der Pfarrer ist kein Einzelkämpfer." Zuhören, ein offenes Ohr für die Belange, Sorgen und Nöte der Leute zu haben und sich weit vernetzen: Das sei immer ein großes Anliegen des Geistlichen gewesen.

Der Nachfolger von Pfarrer Martin Danner in der Seelsorgeeinheit ist mit Pfarrer Harald Golla bereits gefunden. Golla ist seit 2005 in der Seelsorgeeinheit Wasseralfingen als leitender Pfarrer tätig. Ihm wünscht der scheidende Pfarrer Martin Danner alles Gute und eine glückliche Hand: "Die Pflänzchen müssen weiter gepflegt werden. Viel Einfühlungsvermögen ist gefragt."

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