Zwei mal Sonnenkraftwerke

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In Dankoltsweiler wird eine Freiflächen-PV-Anlage gebaut. Im Ortsteil Winterberg entsteht eine weitere.

Jagstzell. In Jagstzell schreitet der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voran. Der Bau von zwei Freiflächen-Photovoltaikanlagen soll dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Beim Ortsteil Winterberg soll nun eine stattliche, knapp sechs Hektar große Anlage errichtet werden, die über fünf Megawatt Strom an Leistung produziert.

Die beiden Bauvorhaben waren jetzt Thema im Jagstzeller Gemeinderat. Der Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW) beabsichtigt am Pumpwerk in Dankoltsweiler die Errichtung und den Betrieb einer Freiflächen-Photovoltaikanlage auf einer Fläche von 0,7 Hektar. Es soll dazu ein Pachtvertrag zwischen der NOW und der Gemeinde Jagstzell mit einer Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen werden.

Die Planungsfläche liegt südwestlich von Dankoltsweiler am bestehenden Pumpwerk mit Wasserspeicher der NOW. Das Unternehmen plant nun die benötigte Energie zum Betrieb der Anlage selbst zu erzeugen und will dazu eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage bauen.

„Im Rahmen der bereits stattgefundenen Öffentlichkeitsbeteiligung sind keine Stellungnahmen bei der Gemeindeverwaltung zu dem Projekt eingegangen. Stellungnahmen der Behörden wurden bereits im Planwerk berücksichtigt“, erklärte Bürgermeister Patrick Peukert. Zur Auflage wurde ein Abstand von 30 Metern der Photovoltaikanlage zum Waldrand gemacht.
Gemeinderat Matthias Schlosser beantragte den Tagesordnungspunkt zu vertagen. „Es gibt einfach noch ein paar offene Fragen zu der Freiflächen-Photovoltaikanlage in Dankoltsweiler die klärungsbedürftig sind. Damit lehne ich aber das Projekt nicht ab“, begründete Schlosser. Der Gemeinderat stimmte am Ende für eine Vertagung.

Die „W-I-N-D-Energien GmbH beabsichtigt außerdem die Errichtung einer weiteren Freiflächen-Photovoltaikanlage östlich des Ortsteiles „Winterberg“ in Jagstzell. Der Gemeinderat hat die Planung bereits vorberaten und ein positives Signal dafür gegeben. Bei dieser knapp sechs Hektar großen Anlage würde die Gemeinde innerhalb von 20 Jahren 242 000 Euro als „Sonnencent“ erhalten. Die Freiflächen-Photovoltaikanlage erzeugt ein Megawatt pro Hektar an Strom. Das reicht aus, um den Strombedarf von insgesamt 1504 Haushalten zu decken. Für das Gebiet „Gewann Winterberg“ soll nun ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Auch dieser Tagesordnungspunkt wurde auf Antrag des stellvertretenden Bürgermeisters Matthias Schlosser vertagt.

„Es gab mehrere Beratungen im Gemeinderat darüber, wie viele Freiflächen-Photovoltaikanlagen die Gemeinde zulassen möchte. Grundsätzlich wurden diese befürwortet“, sagt Bürgermeister Peukert, der weiter erklärt: „Es gibt Vorgaben von Bund und Land, um Klimaneutralität zu erreichen. Jagstzell möchte dazu mit Photovoltaik und Windkraft seinen Beitrag leisten.“

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