Jungkühe und Kälber sind in Ilshofen gefragt

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„Jung, klasse Euter, sehr harmonischer Körperbau“ – das waren die Garanten für den Tageshöchstpreis von 2300 Euro für die Votary-Tochter von der Häcker GbR aus Gussenstadt.

Flotte Räumung des gesamten Angebots. Nur zwei Bullen werden nicht verkauft.

Ilshofen. Anlässlich der Zuchtrinder- und Nutzkälberauktion der Rinderunion Baden-Württemberg in Ilshofen kamen neben drei Bullen, 32 Jungkühe, eine Zweitkalbskuh, zwei hochtragende Kalbinnen sowie 55 Kuh- und 310 Bullenkälber zum Verkauf. Zwei männliche und drei weibliche Fresser komplettierten das Angebot, so dass für jeden Kaufinteressenten das passende Tier dabei war, heißt es in einer Pressemitteilung. Bis auf zwei Bullen sei das komplette Angebot zügig und zu guten Preisen geräumt worden.

Fleckvieh: Leider habe nur einer der drei angebotenen Bullen den Vorstellungen der Käufer entsprochen. So konzentrierten sich gleich mehrere Kunden auf den Spitzenbullen, einem Hayabusa-Sohn aus einer hochleistenden Mirolo-Tochter gezogen, der vom Betrieb Klenk aus Kirchberg-Dörrmenz zum Verkauf angeboten wurde und 2450 Euro erlöste.

32 Jungkühe standen zum Verkauf. Sie erreichten, laut Pressemitteilung, insgesamt zwar nicht ganz das sehr hohe Niveau der Vorauktion, allerdings wer auf der Suche nach Spitzentierengewesen sei, sei auch dieses Mal in Ilshofen wieder fündig geworden. Angeführt wurde die Kollektion von zwei Waban-Töchtern vom Zuchtbetrieb Stier aus Untermünkheim-Schönenberg, die neben viel Kaliber vor allem mit 34,5 bzw. 33 kg Milch überzeugten und für 2000 bzw. 2040 Euro verkauft wurden.

Ihnen folgte eine enorm euterstarke Walot-Tochter aus einer langlebigen Kuhlinie von Familie Schneider aus Oberrot-Ebersberg, die für 1980 Euro ins benachbarte fränkische Zuchtgebiet wechselte. Der Topseller mit 2300 Euro rangierte an vierter Stelle: Der Zuchtbetrieb Häcker aus Gussenstadt bot eine noch sehr junge, ganz frisch abgekalbte Votary-Tochter mit einem, wie es in dem Schreiben heißt, „bestechenden Euter und sehr harmonischen Gesamterscheinungsbild“ zum Verkauf an. Diese habe bei gleich mehreren Kunden ganz oben auf der Wunschliste gestanden und an diesem Tag „zurecht den Höchstpreis“ erzielt.

Über jeweils 2020 Euro Verkaufserlös durften sich die Zuchtbetriebe Dangelmeier aus Aalen-Simmisweiler und Gommel aus Ditzingen freuen. Ersterer für seine „kapitale und leistungsstarke Hosianna-Tochter“ sowie Gommels für ihre schicke Zürich-Tochter.

Insgesamt pendelte sich der Durchschnittspreis bei 1729 Euro ein. Ein echter Blickfang sei auch die von Familie Klenk aus Niederstetten-Heimberg angebotene, hochtragende Zürich-Tochter gewesen, die 790 kg auf die Waage brachte und für 1920 Euro an einen Stammkunden aus der Eifel zugeschlagen wurde.

55 Kuhkälber wurden zügig zu leicht nachgebenden Preisen verkauft. So erlösten die im Mittel 81 kg schweren Tiere durchschnittlich 2,89 Euro netto je kg Lebendgewicht bzw. 234 Euro je Tier.

Die 310 angebotenen Bullenkälber brachten durchschnittlich 84 kg auf die Waage und kosteten im Mittel 4,79 Euro netto je kg Lebendgewicht bzw. 406 Euro je Tier. Allerdings hoben sich die Kälber zwischen 75 und 95 kg noch einmal deutlich vom Durchschnittspreis nach oben ab und erlösten hier fast durchweg Preise von über 5 Euro je kg Lebendgewicht, während Kälber vor allem unter 70 kg doch deutliche Preiseinbußen hinnehmen mussten.

Die nächsten Auktionen in Ilshofen finden jeweils am Mittwoch, 8. Dezember (Kälber Fleckvieh) sowie am 15. Dezember (Großvieh und Kälber Holsteins und Fleckvieh) statt.

Preisspiegel:

Gattung – Anzahl – Preisspanne – Durchschnittspreis:

Bulle Fleckvieh; 1 ; - ; 2450 Euro;

Zweitkalbskuh Fleckvieh; 1; - ; 1760 Euro;

Jungkühe Fleckvieh; 32; 1300 bis 2300 Euro; 1729 Euro;

Kalbinnen Fleckvieh; 2; 1520 bis 1920 Euro; 1720 Euro.

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