Kreismülldeponie Reutehau wird zum Storchentreffpunkt

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Zahlreiche Weißstörche tummelten sich am vergangenen Wochenende wieder auf der Deponie Reutehau bei Killingen.
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Bis zu 100 Vögel haben sich am vergangenen Wochenende rund um die Deponie Reutehau aufgehalten – so viele wie noch nie.

Ellwangen-Killingen. Es ist fast schon eine Invasion: Die Kreismülldeponie Reutehau bei Killingen ist derzeit bevölkert von Weißstörchen. Wie Ellwangens NABU-Weißstorchbetreuer Helmut Vaas vermeldet, hielten sich hier am vergangenen Samstag, noch während der Öffnungszeiten des Wertstoffhofs, rund  50 der imposanten Vögel auf.

 Wobei Vaas davon ausgeht, dass sich zu diesem Zeitpunkt rund um die Deponie noch zahlreiche weitere Weißstörche – bis zu 100 -  tummelten. So viel wie noch nie. „Diese Zahl wurde hier noch nie gesehen, in vergangenen Jahren nicht einmal während der Zugzeit und die steht ab Mitte August erst bevor“, sagt  Vaas.

Der  Nabu-Experte konnte im Bereich der Deponie unter anderem eine Vielzahl von Jungstörchen mit noch schwarzer Schnabelspitze, die meisten davon unberingt, ausmachen.  Ein großer Teil hatte sich  auf den Lichtmasten und den Dächern der Betriebsgebäude zur Übernachtung niedergelassen oder war im Biomüll auf der Suche nach Nahrung.

Laut Vaas hat die Zahl der Vögel bis zur Mitte Woche aber deutlich abgenommen. Am Mittwoch seien es "nur" noch rund 60 Weißstörche gewesen. "Der Wegzug der Jungstörche hat zweifellos begonnen", so Vaas. Die wenigen beringten Altstörche seien vorläufig noch geblieben, würden aber in spätestens zwei, drei Wochen folgen.

Auf Nahrungssuche im Biomüll: Zahlreiche Weißstörche tummelten sich am vergangenen Wochenende wieder auf der Deponie Reutehau bei Killingen.

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