Kommentar

Lieber PV als ohne Strom

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Gerhard Königer
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Gerhard Königer über Energiewende und PV-Anlagen.

Die Menschen in Ellenberg sehen die Bemühungen, die Energiewende vor ihrer Haustür zu beschleunigen, skeptisch. Über Jahre hat die Bundesregierung viel dafür getan, dass PV-Anlagen immer uninteressanter wurden. Man hat zugelassen, dass die so bedeutsame Technologie abwanderte, und der Netzausbau wurde verschlafen. Dass ausgerechnet dort, wo schon die Windräder gebaut wurden, jetzt auch noch PV-Freiflächen kommen sollen, leuchtet vielen nicht ein, dabei ist es naheliegend, wenn die Infrastruktur schon im Boden liegt. Und es könnte bald von Vorteil sein, zu wohnen, wo auch Strom erzeugt wird. Weil sich dort Zukunftstechnologie ansiedelt, weil dort Arbeitsplätze entstehen, weil dort Gewerbesteuer fließt.

Die neue Gesetzgebung macht es zudem schwer, Windräder und Freiflächen-PV zu verhindern, weil Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie systemrelevant sind. Selbst denkmalgeschützte Dächer sind nicht mehr tabu. Es ist so: Die Zukunft aller basiert auf der Verfügbarkeit von CO2-frei erzeugtem Strom.

Wenn selbst der Wirtschaftsminister von „Freiheitstechnologie“ spricht, werden die Gegenargumente dünn. Man könnte auch sagen: Wer Windräder und Solarmodule verteufelt, hat nicht begriffen, dass sie es sind, die dafür sorgen, dass Energie bezahlbar bleibt.

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