Lückenschluss für Radweg nach Jahrzehnten

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Der Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Rosenberg und Ellwangen soll kommen.

Wie Rosenberg mit Ellwangen eine durchgehende Verbindung durch den Virngrund schaffen will.

Rosenberg. Das Thema beschäftigt Rosenberg seit Jahrzehnten, nun ist eine Lösung in Sicht: Zwischen Rosenberg und Ellwangen soll endlich die Lücke im Radwegenetz geschlossen werden. Der Gemeinderat gab in seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht für die Aufstellung eines Flurneuordnungsverfahrens.

Wie der Lückenschluss für die Verbindung gelingen soll

Viele Anläufe für den Lückenschluss gab es bereits in der Vergangenheit, doch alle scheiterten an den vielfältigen Eigentumsverhältnissen entlang der favorisierten Route. Während auf Ellwanger Gemarkung zwei Eigentümer Grundbesitz für den Radweg abgeben müssen, sind auf Rosenberger Gemarkung 40 Beteiligte zu hören.

Jürgen Eisenmann vom Geschäftsbereich Geoinformation und Landentwicklung des Landratsamts, das das Flurneuordnungsverfahren, die Planungsleistungen sowie die Bauarbeiten begleiten wird, erläuterte die Vorgehensweise. Die Eigentümer entlang der Route sollen ihre Flächen gegen Geld einbringen oder einen Flächentausch angeboten bekommen. Letzteres soll aber die Ausnahme bleiben, denn genug Fläche zum Tausch für alle besitze die Gemeinde nicht. Von den meisten Eigentümern sei bereits Wohlwollen signalisiert worden, so Eisenmann. Das besondere: Üblicherweise müsste bei einem solchen Verfahren jeder Eigentümer ein Prozent Landabzug tolerieren. Das sei hier nicht der Fall, die Gemeinde erwerbe die Flächen komplett und bringe selbst den Landabzug ein.

Was die Maßnahme kosten soll und wer alles bezahlt

An Baukosten schätzt Eisenmann 1,205 Millionen Euro für den drei Meter breiten Multifunktionsweg zwischen Rosenberg und Lindenkeller. Der Weg ist so ausgelegt, dass er bei Bedarf auch von der Landwirtschaft mit genutzt werden kann. Das Land übernimmt auch die Kosten für Sonderbauwerke, wie etwa eine Spundwand- oder Steglösung am Weiher bei Hohenberg. Abzüglich Fördergeldern verbleibe der Gemeinde ein Eigenanteil in Höhe von 115 000 Euro. Obendrauf kommen dann noch die Kosten für den Grunderwerb. Eisenmann erklärte, dass dieses Verfahren nicht selbstverständlich sei, und „ohne die Landesgartenschau in Ellwangen wohl auch nicht so einfach durchgegangen wäre.“ So profitiere nun auch Rosenberg von der Landesgartenschau. „Ziel ist der Baubeginn 2025“, fasste Eisenmann zusammen.

Bürgermeister Tobias Schneider zeigte sich hoch erfreut über das klare Votum der Abstimmung: „Das war zukunftsweisend. Heute haben wir den Startpunkt gesetzt.“

Zeitplan Radwegschluss

Noch in diesem Jahr werden die Flurneuordnungsgemeinschaft gegründet und die Gremien eingesetzt. Bis Ende 2022 sollen die wesentlichen Sachverhalte geklärt werden, um 2023 in die Planung einzusteigen, so dass 2024 eine Genehmigung vorliegt. Baubeginn sollte Anfang 2025 sein, damit der Radweg Schwäbisch Hall - Rosenberg - Ellwangen zur Landesgartenschau durchgängig fertiggestellt ist.

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