Massenprügelei in der LEA mit Eisenstangen und Glasflaschen

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Am Mittwochabend gab es Polizeieinsätze in der LEA.
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In der Landeserstaufnahmestelle (LEA) kam es zu einer Massenprügelei zwischen Syrern und Nordafrikanern. Die Polizei war mit zehn Streifenwagen im Einsatz.

Ellwangen. 

Zweimal musste die Polizei am Mittwochabend mit starken Kräften zur Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) ausrücken. Zunächst wurden gegen 20.30 Uhr vom dortigen Sicherheitsdienst Streitigkeiten unter Bewohnern gemeldet. Rund 30 Personen seien beteiligt, erfuhren die Beamten, doch als sie eintrafen, hatte sich die Situation bereits beruhigt.

Auslöser für die Auseinandersetzung sei offenbar eine vorausgegangene Körperverletzung gewesen, bei der ein Mann leicht verletzt worden war. Die Anwesenheit der Polizei hatte beruhigende Wirkung, die aber nicht nachhaltig war. Denn gegen 21.40 Uhr rief der Sicherheitsdienst erneut an. Die Streitigkeiten seien wieder aufgeflammt. Jetzt seien es etwa 100 Personen, die aufeinander losgingen.

Wieder rückte die Polizei an und stellte fest, dass sich die Streitenden teilweise mit Eisenstangen und abgebrochenen Glasflaschen bewaffnet hatten. Es waren offenbar Syrer und Nordafrikaner, die sich feindlich gesonnen waren", sagt Polizeisprecher Holger Bienert. Die Einsatzkräfte seien alle vom Polizeipräsidium Aalen gekommen, auswärtige Kräfte mussten nicht angefordert werden.

Der Sicherheitsdienst konnte die zwei Parteien letztlich trennen. Vier Hauptaggressoren, die an beiden Auseinandersetzungen beteiligt gewesen sein sollen, nahm die Polizei über Nacht in Gewahrsam. Was genau der Grund für die Schlägerei war, ließ sich nicht sofort in erfahrung bringen. "Die Beteiligten sind nicht immer kooperativ", sagt der Polizeisprecher dazu. Eine Häufung von Streitereien, möglicherweise aufgrund der momentan überbelegten Einrichtung, könne man nicht feststellen. "Wir erfahren aber nicht von jedem Vorfall. Der LEA-Sicherheitsdienst schlichtet viele problematischen Situationen auch ohne Hilfe der Polizei", sagt Bienert.

Derzeit sind deutlich über 1000 Personen in der LEA Ellwangen untergebracht. Laut Stadtinfo waren es am 20. September 1119, davon 851 Männer, 115 Frauen und 153 Kinder. Die mit Abstand stärkste Nationalität bilden die Syrer mit 618 Personen, zweitstärkste Gruppe sind Menschen aus der Türkei (112), drittstärkste Afghanistan (89). 42 Personen sind aus der Ukraine. 

Aktueller Belegungsstand der LEA

Derzeit sind deutlich über 1000 Personen in der LEA Ellwangen untergebracht. Laut Stadt Ellwangen waren es am 20. September 1119, davon 851 Männer, 115 Frauen und 153 Kinder.

Die mit Abstand meisten sind Syrer mit 618 Personen, zweitstärkste Gruppe sind Menschen aus der Türkei (112), drittstärkste Afghanistan (89). 42 Personen sind aus der Ukraine. 

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