Zeitung in der Schule

„Mein Papa ist ein Rockstar“ 

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Für die SchwäPo interviewt die elfjährige Femke ihren Papa, der Musiker in zwei Bands ist. 

Die Klasse 5/6 der Schöner-Graben-Schule Ellwangen hat von November bis Dezember 2021 bei ZiS (Zeitung in der Schule) mitgemacht und täglich die Schwäbische Post im Unterricht gelesen. Dabei wurde die Lust auf den Journalismus geweckt. Für die SchwäPo interviewt die elfjährige Femke ihren Papa, der Musiker in zwei Bands ist.  

Femke: In welchen Bands spielst du gerade aktiv? 

Elmo Lewis: Bei Funky Monkey und White Blossom Project – das reicht (grinst). 

F.: Hast du dir die Namen der Bands ausgedacht? 

Ja, so ist es. Schließlich habe ich sie auch gegründet. 

Welche Art von Musik macht ihr in den Bands? 

Wir machen unsere eigene Musik mit eigenen Songs. Bei Funky Monkey ist es von Rock bis Funk alles, auch etwas Reggae ist dabei. Bei White Blossom Project ist es etwas härtere Rockmusik, aber auch Balladen und Country gibt es – wir sind vielseitig. 

Was ist das Besondere an deiner Musik? 

Ich habe früher in Coverbands gespielt, aber das wurde schnell langweilig. Deswegen fing ich an, eigene Songs zu schreiben. Für mich ist das etwas Besonderes. So kann ich meine eigenen Erlebnisse zum Ausdruck bringen und nicht die anderer Songwriter. 

Kannst du deine Musik mit drei Wörtern beschreiben? 

Ehrlich, direkt, fett. 

Wo probst du mit deinen Bands? 

Mit Funky Monkey proben wir hier direkt zu Hause im kleinen, aber feinen Proberaum. Mit White Blossom Project können wir bei jedem Bandmitglied zu Hause proben. 

Seit wann gibt es die Bands und wo habt ihr schon überall gespielt? 

White Blossom Project gibt es seit 2015 und Funky Monkey gibt es seit 2018. Wir haben vor allem in der Umgebung gespielt, mit White Blossom Project waren es rund 40 Gigs und mit Funky Monkey waren wir zuletzt im April im Juze in Ellwangen. 

Wo trittst du am liebsten auf? 

In Ellwangen. Super gerne im Irish Pub. Mit White Blossom Project waren wir schon sechsmal dort, aber mit Funky Monkey würde ich auch gerne dort auftreten. Ansonsten spielen wir gern auf Festivals oder zusammen mit anderen Bands. 

An welchen Auftritt kannst du dich besonders gut erinnern? 

Ein echtes Erlebnis war es immer im Frauengefängnis zu spielen. Eine bessere Stimmung habe ich nie erlebt. Wir haben das ein paar Mal gemacht. Echt super! 

Wie habt ihr die Corona-Zeit überstanden? 

Das war sehr schwer. Man konnte nicht proben und nicht so im Studio arbeiten, wie man das sonst gewohnt ist. Zum Glück konnten wir dann doch das neue Funky-Monkey-Album machen. 

Wie bist du auf den Künstlernamen Elmo gekommen? 

El für Ellwangen, M für Musik und O für Organisieren. 

Mit wieviel Jahren hast du deinen ersten Song herausgebracht? 

Da war ich 28 Jahre alt. 

Wie alt warst du als du angefangen hast Musik zu machen? 

Genau 18 Jahre alt. Ich habe Gitarre gespielt. 

Wie hieß deine erste Band? 

Chippendails (lacht), das ist lange her. 

Welche Instrumente spielst du? 

Mein Hauptinstrument ist die E-Gitarre, später kamen noch Bass, Blues-Harp und etwas Schlagzeug dazu. 

Wie viele Alben hast du schon gemacht? 

Zwei mit Funky Monkey, zwei mit White Blossom Project und ein weiteres Album mit Tim Heisel, der auch unser Produzent und Gitarrist bei White Blossom ist. Ein neues Album mit White Blossom ist derzeit noch in Arbeit. 

Welcher ist dein Lieblingssong? 

Oh, das ist eine gute Frage. „Six Days“ von Funky Monkey und „Tracey“ von WBP. 

Singst du lieber oder spielst du lieber Gitarre? 

Ich muss beides gut hinbekommen, obwohl ich nie Unterricht hatte. Bei Funky Monkey haben wir eine ganz tolle Sängerin und bei White Blossom wechseln wir uns auch ab. Das Publikum mag diese Abwechslung. 

Hast du ein Vorbild? 

Ich orientiere mich an vielen Vorbildern quer durch die Rock-Geschichte. Also von ABBA bis Zappa. 

Ok, wer schreibt eigentlich die Songs? 

Den Großteil schreibe tatsächlich ich, aber die anderen Bandmitglieder tragen auch sehr viel dazu bei. Jeder hat Talente und ich möchte diese sehr gerne auch fördern. Es kommen tolle Ergebnisse heraus. 

Wo kann man denn eure Musik hören? 

Ganz einfach auf Spotify und ganz klassisch auf CD. Diese bekommt man auf Anfrage oder bei Live-Gigs. Natürlich gibt es uns auch bei Youtube und Facebook etwas. 

Vielen Dank für das Interview, Papa. 
Elmo Lewis

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