Murmeltierbalsam und Schnarch-Entwöhner zum Kalten-Markt-Finale

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Trotz des Schmuddelwetters war am Mittwoch einiges in der Ellwanger Innenstadt los.
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Der Ellwanger Öko- und Krämermarkt stößt trotz des miesen Schmuddelwetters auf großes Publikumsinteresse.

Ellwangen. Zum Finale beim Kalten Markt wurde es am Mittwoch noch einmal voll in der Ellwanger Innenstadt. Der Öko- und Krämermarkt lud zum Schauen, Shoppen und mitunter auch zum Staunen ein. Und das wollten sich viele - nach zweijähriger Zwangspause - trotz des Schmuddelwetters nicht entgehen lassen. „Wenn er wiedr isch, muss man au gugga“, lautete das Motto bei den Ellwangern.

Und zum Gugga und Kaufen gab es tatsächlich wieder allerhand. Selbst wer eigentlich gar nichts brauchte, wurde fündig. Das bunte Warenangebot war so vielseitig wie eh und je – und reichte vom Murmeltierbaslam und Blüemlitee bis hin zu selbsthaftenden Pinzetten oder angepriesenen Weltneuheiten wie dem Multi-Hobel, geeignet für Gemüse, Obst und Käse. Auf Interesse stießen auch Produkte wie der praktische Schnarch-Entwöhner – ein kochlöffelähnliches Schlagwerkzeug, mit dem man je nach Schnarchstärke ein oder zweimal dem Bettnachbarn ein kurzes Signal geben kann - falls er gerade stört.

Marktbesucher wie Gunhild Frank freuten sich über den nach Ellwangen zurückgekehrten Markttrubel. „Das ist so herrlich, einfach ganz wunderbar“, befand Frank strahlend, die am Mittwoch mit großem Einkaufszettel beim Krämermarkt unterwegs war und für die ganze Familie Besorgungen erledigte. „Der Krämermarkt ist einfach schee. Hier kann man ganz in Ruhe schauen und findet immer was.“

Bei den Ausstellern fiel das Fazit am Mittwoch etwas gemischter aus. Peter Liechtenstein aus Augsburg, der Gemüseschäler und Pizzascheren feilbot, sprach von spürbarer Kaufzurückhaltung. „Die Inflation macht sich schon bemerkbar. Wer sein Geld an der Tankstelle lassen muss, kann es nicht mehr bei mir ausgeben.“ An anderen Ständen, wie dem Kräuterhaus Christoph aus Ellenberg, rollte der Rubel dagegen ganz ordentlich. „Wir sind sehr zufrieden“, hieß es auf Nachfrage.

Was am Mittwoch allerdings auffiel, die Stände standen nicht ganz so dicht, wie man es aus der Vergangenheit gewohnt war. Tatsächlich hatten sich in diesem Jahr laut Stadtverwaltung „nur“ 115 Aussteller zum Öko- und Krämermarkt angemeldet. 2019 waren es noch 150 Aussteller gewesen.

Ja, verdammt! Meine Eltern wohnen noch bei mir! Diese Mode für die Kleinen kam bei den Großen super an.
Achtung, Wimmelbildalarm.
Eine Institution auf dem Wochenmarkt und auf dem Krämermarkt: Das Kräuterhaus Christoph aus Ellenberg machte am Mittwoch gute Geschäfte.
Weltneuheiten gab es wieder einige auf dem Krämermarkt.
Konnte man beim Krämermarkt erstehen: den praktischen Schnarch-Entwöhner.
Keramikreiben - handbemalt - gehörten zu den Rennern.

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