Musik, die das Herz anfasst

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Der „Stargast“ Jasmina, die Nichte von Johannes Fuchs (im Hintergrund), begeisterte mit „Quizas“ das Publikum in der Hohenberger Jakobuskirche. Foto: ng

In der Hohenberger Jakobuskirche waren Liedermacher zu Gast.

Rosenberg-Hohenberg. Kontraste beleben – diesen Eindruck hatte man am vergangenen Samstagabend beim Benefizkonzert für Vilmer in der Jakobuskirche auf dem Hohenberg. Das Duo „Thomas und Basti“, alias Thomas Bäuerle und Bastian Hess, begeisterte mit nahezu perfekten Coverversionen bekannter Sänger. Im Gegensatz dazu brachte der in Wangen/Allgäu lebende Liedermacher Johannes Fuchs mit selbstgetexteten und ~komponierten Liedern Facetten seiner Persönlichkeit und Befindlichkeit zum Ausdruck.

Mit „Overkill“ von Colin Hay begannen Thomas und Basti ihren Liederreigen und beschrieben damit ihre Aufregung vor ständig wechselnden Lebenssituationen. Die letzte Flucht vor dem Herointod eines jungen Mädchen in eine Traumwelt namens Chicago beschreibt der gleichnamige Song des deutschen Liedermachers Thomas Hübner, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Clueso. Von ihm brachten sie auch die „Fanpost“ zu Gehör. Hoffnung auf ein besseres Leben machten Thomas und Basti mit Glen Hansards „Falling Slowly„. Mit „Irgendwann bleib i dann dort“ von S.T.S., dem „Indepent Love Song“, Fassung von 'The Bates', Rio Reisers „Junimond“ und „Joker“ der Steve-Miller-Band kamen Gefühle von Urlaub und Abschied in die Jakobuskirche. Bei Nah-Neh-Nah von 'Vaya con dios" klatschte und sang das Publikum mit. Gitarrenversiert und stimmlich gut drauf verabschiedeten sich Thomas und Basti vom begeisterten Auditorium erst nach einer Zugabe.

Johannes Fuchs begrüßte die Zuhörer mit „Musik beginnt“, ein Intro, das er immer auf die jeweilige Konzertsituation umtextet. „Mi destino", mein Schicksal ist „te amo – ich liebe dich“, ein Lied für seine mexikanische Frau Laura folgte. Und Fuchs präsentierte dazu einen Überraschungsgast: Lauras Nichte Jasmina, die derzeit ihre Tante in Wangen besucht. Die kleine Nichte, begleitet von ihrem 1, 95 Meter großen Onkel, ließ aufhorchen, weil sie mit „Quizas" bekannten Vorbildern wie Andrea Bocelli oder Nat King Cole in fast nichts nachstand.

Dann forderte Fuchs mit einem Mitmachlied zum Tanzen, Wippen und Drehen auf – ein nicht ganz einfaches Unterfangen in den engen Kirchenbänken. Langanhaltender Beifall belohnte den Troubadour, der als Zugabe „Keine Lieder mehr über Liebe“ schenkte. Elena Blattner, Johanna Mayer und Kathrin Hirschle vom Arbeitskreis Vilmer hatten durch das Programm geführt. Der Erlös des Konzerts geht an die deutsch-argentinische Partnerschaftsarbeit. ⋌ng

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