Neue Brücke soll 2024 gebaut werden

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Die Brücke über die Eisenbahn in Rainau-Schwabsberg auf der K 3320 ist marode und wird durch einen Neubau ersetzt. Foto: Oliver Giers
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Die marode Brücke über die Bahn auf der Kreisstraße 3320 in Rainau-Schwabsberg wird durch einen Neubau ersetzt, so der einstimmige Beschluss. Über drei Millionen Euro sind nötig.

Rainau-Schwabsberg

Die Brücke über die Bahn auf der Kreisstraße 3320 in Rainau-Schwabsberg ist marode und wird ersetzt. Knapp über drei Millionen Euro bringt der Landkreis dafür auf. Das hat der Kreistag am Dienstag einstimmig beschlossen.

Der Kreistag hatte bereits in seinem Mittelfristigen Ausbauprogramm 2019 – 2023 den Ersatzneubau der Brücke aufgenommen. In diesem und im nächsten Jahr sind nun die Planungsarbeiten und der Oberleitungsbau vorgesehen, 2024 soll dann mit dem Bau der neuen Brücke begonnen werden.

Die alte Brücke stammt aus dem Jahr 1886. Die Brückenplatte wurde 1982 erneuert. Im Zuge der turnusmäßigen Bauwerksprüfungen wurden in jüngster Vergangenheit am Bauwerk Schäden festgestellt, die die Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit beeinträchtigen. Die alten, noch aus dem 19. Jahrhundert stammenden Widerlager wandern oder kippen auf beiden Seiten zur Bahnlinie hin. Daher bestand dringender Handlungsbedarf. Die Untersuchungen ergaben, dass eine Sanierung der Brücke aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr möglich ist und deshalb ein Neubau her muss.

Der Kreis-Geschäftsbereich Verkehrsinfrastruktur hat deshalb bereits 2021 einen Antrag auf Aufnahme in das Zuschussprogramm des Landes Baden-Württemberg (LGVFG) gestellt. Die Programmaufnahme erfolgte mit der Zusage des Regierungspräsidiums Stuttgart im Mai 2022.

Breiter und moderner

Die Fahrbahnbreite der K 3320 auf der neuen Brücke wird dann 6,50 Meter betragen. Die Fahrbahnkappen werden breiter als bisher ausgeführt, so dass künftig auf beiden Seiten ein 2,75 Meter breiter Rad-/Gehweg über die Brücke geführt werden kann.

Das neue Bauwerk erhält außerdem eine ausreichende Spannweite, damit künftig ein zweigleisiger Ausbau der Jagstbahn möglich sein wird.

Bereits im August hat der Landkreis das Projekt ausgeschrieben, um es im Herbst vergeben zu können. Damit sollte einem Auftragnehmer genügend Vorlauf ermöglicht werden, Ausführungsstatik und Baustellenlogistik rechtzeitig einzuplanen, damit die ganze Bausaison 2023 für Abriss und Neubau bei günstigen Witterungsbedingungen genutzt werden kann.

Gleichzeitig hat die Deutsche Bahn eng begrenzte und genau getaktete Sperrpausen für die Bahnstrecke vorgegeben, die eingehalten werden müssen.

Die endgültige Zuschusszusage mit den vorläufigen Kostensätzen hat im Mai 2022 das Regierungspräsidium Stuttgart erteilt.

Zuschlag für AWUS-Bau GmbH

Fünf Bieter haben ein Angebot abgegeben. Das günstigste Angebot kam von der Firma AWUS-Bau GmbH mit einem Bruttoangebotspreis von 2.175 Millionen Euro. Der Kreistag hat der Firma den Auftrag erteilt.

Auf Grundlage des Ausschreibungsergebnisses wurden die Gesamtkosten ermittelt. Sie betragen 3,080 Millionen Euro. Hierbei sind Planungskosten, Arbeiten der Bahn, Oberleitungsarbeiten und der Neubau der Brücke enthalten. Auch diesen Gesamtkostenansatz hat der Kreistag bewilligt.

Im Kreis-Haushalt sind für die Maßnahme ab 2019 3,080 Millionen Euro vorgesehen. Somit ist der Kostenrahmen eingehalten. Der Kreis erhält für das Projekt einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 1,79 Millionen Euro. Die Summe von 1,28 Millionen Euro muss der Landkreis stemmen.

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