Neuler beseitigt die „weißen Flecken“

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Glasfasertechnologie möglichst nah am oder sogar direkt im Gebäude ist Ziel des Breitbandausbaus, der vom Bund und vom Land mit bis zu 90 Prozent der Baukosten gefördert wird.
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Nach Messungen der tatsächlichen Bandbreite werden Anschlüsse im Kohlwasen und Binderhof maximal gefördert.

Neuler

Gute Nachricht im Gemeinderat Neuler: Der Breitbandanschluss im unteren und oberen Kohlwasen sowie Binderhof kann nun doch sofort erfolgen und wird mit maximalen Zuschüssen aus dem Programm für die Erschließung der „weißen Flecken“ gefördert. Das teilte Daniel Bader, Teamleiter Netzdienstleistungen Breitband der EnBW-ODR, am Mittwochabend dem Gemeinderat mit.

Das Unternehmen hat die Breitbandstruktur der Gemeinde analysiert und ein Konzept erstellt, um die betroffenen Haushalte anzuschließen.

Kohlwasen und Binderhof galten als „graue Flecken“ (mehr als 30 und weniger als 100 Mbit/s). Die Prüfung der tatsächlichen Download/Uploadraten zeigten, dass 30 MBIT dort nicht erreicht werden. Nun könne die Gemeinde zwischen Ramsenstrut, Bronnen und Ebnat Leerrohre verlegen und dabei strategisch gleich die Erschließung von „grauen Flecken“ zu einem späteren Zeitpunkt vorbereiten, für die ein neues Förderprogramm kommen soll.

Aktuell fallen in der Gemeinde 97 Hausanschlüsse in die Kategorie „weiße Flecken“: 11 in Neuler, 71 in Gaishardt, 3 in Pfaffenhölzle, 1 im Schönberger Hof, 5 im Binderhof und Kohlwasen, 6 in Burghardsmühle, Haldenhof und Himmelreich.

Sie alle anzuschließen kostet rund 1,4 Millionen Euro. Bei einem Zuschuss von 1,15 Millionen Euro bleibt der Gemeinde ein Eigenanteil von 278 000 Euro.

Bader rechnete vor, dass ein Hausanschluss 15 000 Euro kostet, woran man sehen könne, dass der Ausbau nur mit der hohen Förderung möglich ist.

Das Programm für „Graue Flecken“ wird derzeit ausformuliert, die Förderquote ist noch nicht festgelegt. 214 Haushalte sind davon in der Gemeinde Neuler betroffen. Es fallen dafür weitere Baukosten von 4,4 Millionen Euro an. Der Gemeinderat stimmte der Strukturanalyse geschlossen zu.

Die Förderbescheide für die weißen Flecken liegen vor.“

Daniel Bader, Teamleiter EnBW ODR

Die Engstelle sind momentan Planungskapazitäten

Der Breitbandausbau beschäftigt nahezu alle Gemeinden im ländlichen Raum. Aufgrund der hohen Förderquote werden die Breitbandnetze ausgebaut und bislang unterversorgte Ortsteile angeschlossen. Als Flaschenhals könnten sich die Planungsbüros erweisen, die schon bald weitgehend ausgelastet sein könnten, meinte Werner Rieck von EnBW ODR. Allein in den Landkreis Schwäbisch Hall flossen im vorigen Jahr 17,7 Millionen Euro Fördermittel für den Breitbandausbau. Riek empfahl, möglichst schnell zu starten. „Lassen Sie uns jetzt den Schalter umlegen und Gas geben“, ermunterte Bürgermeisterin Sabine Heidrich den Gemeinderat. gek

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