Die neue Sporthalle wird Sport- und Kulturtreffpunkt

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MdL Winfried Mack bei seinem Grußwort
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Mit einem Festabend wurde die neue Sporthalle in Neuler feierlich eingeweiht.

Neuler. Eingeweiht wurde am Freitagabend Neulers neue Sporthalle mit dem Namen „Sport- und Kulturtreffpunkt Neuler“. Eine multifunktionale Halle zum kleinen Preis, ästhetisch ansprechend mit architektonischem Pfiff. Bürgermeisterin Sabine Heidrich freute sich besonders, coronabedingt mit einem Jahr Verspätung so viele Festgäste versammelt zu sehen. Unter ihnen als Ehrengast vom Regierungspräsidium Regierungspräsident Wolfgang Reimer. Gleich zum Auftakt hatten die zukünftigen Nutzer ihren bunten Auftritt. Die Schüler und Schülerinnen der 4. Klasse der Brühlschule sangen aus vollen Kehlen „Singen, spielen, tanzen – das ist unsere Welt“.

Dafür und für viele andere sportliche Betätigungen wurde die 22 mal 44 Meter große Zweifeldhalle gebaut. Hauptnutzer werden die 1300 Mitglieder des Turnvereins sowie der Rock'n Roll-Club Neuler-Schwenningen sein. Der Clou der Halle, deren Planung 2014 begann, ist die Verknüpfung mit der Grundschule und der Schlierbachhalle. Notwendig war der Abriss eines Schulteils. „Damit“, so die Bürgermeisterin, „wurde gleichzeitig eine Umstrukturierung der Schule eingeläutet.“

100 000 Euro vom Förderverein

Eine Halle, die am Ende 3,3 Millionen Euro kostete, kann eine kleine Gemeinde wie Neuler schnell finanziell überfordern. Damit dies nicht geschah, gründete der ehemalige Bürgermeister Manfred Fischer noch in seiner Amtszeit einen Förderverein. 100 000 Euro konnten mit den Eigenleistungen der rührigen Vereinsmitglieder eingespart werden.

Voll des Lobes war Heidrich auch für Architekt Mathis Tröster. Er sei nicht nur ein hervorragender Baumeister gewesen, sondern auch Künstler. Dies zeige sich bei der Gestaltung der Halle von der Decke bis zum Boden. Die Kosten habe er immer unter Kontrolle gehabt. Ein großer Mehrwert sei so entstanden. Man könne jetzt Sportangebote für Jung und Altanbieten.

Als Symbol für die Entwicklung des Ostalbkreises bezeichnete Regierungspräsident Wolfgang Reimer die Gemeinde Neuler. Ein Ort mit zunächst viel landwirtschaftlicher Struktur habe eine tolle Entwicklung durchlaufen und sei stetig im Aufschwung. Er selbst, meinte er, komme immer wieder gerne nach Neuler und diesmal ganz besonders. Zwar wurde zunächst der Förderbescheid abgelehnt, doch da der ehemalige Schultes Fischer und seine Räte so pfiffig waren, die Halle umzuplanen, konnten 1,1 Millionen Euro öffentlicher Gelder die Gemeindekasse entlasten. Reimer versicherte, das Land werde auch weitere Projekte begleiten und gab gleich Tipps zur Weiterentwicklung: eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und Hackschnitzel als Brennstoff für die Heizanlage. Abschließend meinte er: „Ich denke das Land hat hier richtig investiert.“

Low-Budget-Halle

Sichtlich erfreut meinte Architekt Mathis Tröster: „Es ist vollbracht.“ Er dankte für die zu jeder Zeit gute Zusammenarbeit, für die anregenden Diskussionen, den gegenseitig immer respektvollen Umgang und die Zuverlässigkeit in allen Bereichen. Die „Low-Budget-Sporthalle“ habe am Ende die Atmosphäre bekommen Lebensfreude auszustrahlen. Erreicht habe man das mit Materialmix, Farb- und Linienwahl.

Ein Meilenstein für den Ort

Als Vertreter der anwesenden Politiker überbrachte Landtagsabgeordneter Winfried Mack die Glückwünsche und gratulierte zum Meilenstein in der Ortsgeschichte. „Einfach ideal wie das Ganze hier gelungen ist.“ Dem Regierungspräsidenten riet er über Bronnen und Abtsgmünd nach Hause zu fahren, dann würde der Förderbescheid für die Sanierung der Straße sicher sofort eintreffen.

Der Vorsitzende des Fördervereins Schlierbachhalle übergab anschließend einen Scheck von 50 000 Euro zur Anschaffung von Sportgeräten. Gerne habe man, so Fischer, sich hier tatkräftig mit eingebracht. Und das Engagement gehe weiter für die Sanierung der Schlierbachhalle.

Grußworte sprachen auch Fabian Ilg vom Rock'n Roll-Club, Volker Rembold vom TV Neuler und Rektor Matthias Schimmel von der Brühlschule. Die kirchliche Weihe nahm Pfarrer Jürgen Zorn vor. Die Segnung verband er mit dem Wunsch nach mehr Normalität. Dann werde die Halle auch bald riechen wie eine Sporthalle zu riechen habe, nach menschlichem Leben.

Die einzelnen Abteilungen der Vereine bereicherten den Festabend mit ihren Auftritten.

Sabine Freimuth

Einen Scheck über 50.000 Euro überbrachte der Förderverein zur Anschaffung von Sportgeräten für die Halle. Links Bürgermeisterin Sabine Heidrich, daneben vom Förderverein Alt-Bürgermeister Manfred Fischer
Regierungspräsident Wolfgang Reimer lobte die Gemeinde.
Große Turnhalle, realisiert mit kleinem Budget: Zur Einweihung zeigten Schüler und Schülerinnen der 4.Klasse der Brühlschule sportliche Aufführungen.

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