Freiflächen PV in Neuler?

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Bürgerversammlung in Neuler.
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Bürgerversammlung Bürgermeisterin Sabine Heidrich zieht eine Bilanz der Investitionen und gibt Ausblick auf Zukunftsthemen.


Neuler. Neuler ist ein beschaulicher kleiner Fleck, auf dem es sich gut leben lässt und Zusammenhalt großgeschrieben wird. Dies könnte das Fazit der gut einhundert Gäste der Bürgerversammlung in der Schlierbachhalle nach zweieinhalb Stunden sein. Die letzte Veranstaltung dieser Art liege drei Jahre zurück, so Bürgermeisterin Sabine Heidrich. In dieser Zeit habe sich die Gemeinde weiterentwickelt. Zurzeit lebten 2300 Menschen in Neuler. Der gute Zusammenhalt zeige sich in der großen, aktiven Vereinslandschaft, wenngleich es auch hier gesellschaftliche Veränderungen gebe. Wegen der Pandemie sei der Start im gesellschaftlichen Leben und im Ehrenamt noch etwas holprig. Etwas provokant stellte die Bürgermeisterin in die Runde die Frage: „Muss Vereinsleben neu gedacht werden?“

Die war als Denkanstoß gemeint. Nach der Pandemie müsse man vielleicht neue Genussmomente finden. Dass es sich in allen Teilorten gut leben lasse und jeder in seiner Innenstruktur viele Verbesserungen erfahren habe, zeigte Heidrich mit Bildern: Infrastruktur, Wohnumfeld, in jedem Teilort wurde investiert. Finanzieren konnte man mit Hilfe des Investitionsprogramms „Ländlicher Raum“. Nach und nach soll es in allen Teilorten Mitfahrbänke geben, Wandertafeln werden die Besonderheiten  im Gemeindegebiet herausstellen. Im Kernort selber wurde mit dem Sport- und Kulturtreffpunkt eine große Baumaßnahme abgeschlossen. Die nächste, Sanierung der Schlierbachhalle, warte schon darauf, umgesetzt zu werden. Wann hänge ganz von der Finanzierung ab. Die sei bei steigenden Baukosten und Zuschüssen aus dem Landessanierungsprogramm noch etwas ungewiss. 

Mit der Städtebauförderung komme zudem eine mögliche Sanierung im Kerngebiet von Neuler. Das Programm fördert Erhalt und Sanierung bestehender Bauten und ist auf zehn Jahre angesetzt.  Verdichtung und Weiternutzung von bestehendem Wohnraum, sei auch deshalb so wichtig, so Heidrich, da im derzeitigen Flächennutzungsplan keine weiteren Baugebietsflächen ausgewiesen seien. 

Zwei Themen hatte die Bürgermeisterin bei ihrem Vortrag noch: Zur Energieeinsparung und um die Lichtverschmutzung nachts zu verringern, könnte man eine Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung von ein bis vier Uhr morgens vorzunehmen. Zur Energieerzeugung seien   Freiflächenfotovoltaikanlagen möglich. Hier habe die Gemeinde im Augenblick noch Planungshoheit und könne Investoren Größe und sonstige Auflagen vorgeben. Zu all diesen Themen erwartete die Bürgermeisterin mit Spannung die Meinung und Beteiligung ihrer Mitbürger und meinte nach zwei Stunden: „Gemeinschaft und Miteinander geben Halt und Stütze. Nichts ersetze das Erleben in einer Gemeinschaft. Bleiben wir in Verbindung.“

Am Ende stand der Aufruf, Meinungen und Anregungen zu Papier zu bringen.

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