Gewerbegebiet in Neuler wächst

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Das Gewerbegebiet „Hinterer Brühl“ im Nordwesten von Neuler wird um 1,33 Hektar erweitert (in Rot). Rechts im Bild der Neulermer Wasserturm und die Straße nach Leinenfirst. Foto: ng
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Große Nachfrage nach Gewerbeflächen erfordert die fünfte Erweiterung des Baugebiets „Hinterer Brühl“. Welche Bausachen noch auf der Agenda standen.

Neuler

Der Auftakt der ersten Ratssitzung nach der Sommerpause in Neuler war emotional: Mit einer Gedenkminute ehrten die Gemeinderatsmitglieder ihren langjährigen Kollegen Bernhard Winter, der noch aktiv an der vorangegangenen Sitzung im Juli teilgenommen hatte und auf dem Heimweg einem tödlichen Fahrradunfall erlegen war. Sein Stuhl blieb leer, sein Bild und eine Rose zierten seinen Ratssitz.

Danach richteten die Ratsmitglieder ihren Blick in die Zukunft. Bürgermeisterin Sabine Heidrich und Joachim Zorn von den Ellwanger Stadt-Land-Ingenieuren erläuterten die Planung für die Erweiterung des Gewerbegebietes „Hinterer Brühl“. „Ganz konkret sind zwei Nachfragen von Bauinteressenten da“, bekräftigte Heidrich ihre Forderung nach der fünften Erweiterung dieser Fläche im Nordwesten von Neuler. Sie umfasst 1,33 ha“, so Joachim Zorn, „und eine Änderung des bestehenden Flächennutzungsplanes.“ Einstimmig beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung mit dem Grunderwerb und der stufenweisen Planung.

Breitbandausbau

Der Siedlungsbereich „Goethe-/ Schillerstraße“ soll an das Breitbandnetz angeschlossen werden. In diesem Zusammenhang möchte die Gemeinde die bestehende Straße samt Gehwege, Wasser- und Abwasserleitung sowie Straßenbeleuchtung sanieren. Joachim Zorn erläuterte die dazu notwendigen Maßnahmen. Sie werden eine gute Million Euro kosten und müssen – um den 90-prozentigen Zuschuss für das Breitband nicht zu verlieren – noch 2023 fertiggestellt werden. In diesem Zusammenhang soll auch das Pumpwerk in der ehemaligen Kläranlage ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Einstimmig genehmigte der Rat die 1,24 Mio Euro teure Baumaßnahme.

Radweg nach Abtsgmünd

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Landesstraße L1075 zwischen Bronnen und Abtsgmünd ist ein Radweg geplant. Den dazu notwendigen Grunderwerb muss allerdings die jeweilige Anliegergemeinde durchführen. Einstimmig beauftragte der Rat die Bürgermeisterin dazu. Ein Vorschlag von Gemeinderat Tobias Schreckenhöfer über eine etwas geänderte Streckenführung im Bereich der Gemeinde Abtsgmünd will Heidrich ihrem Abtsgmünder Kollegen vorlegen.

Gemeinderätin Daniela Winter fragte, ob es in der Gemeinde Neuler ein Brunnenverzeichnis gäbe. Während der Trockenperiode hätten einige Kleingärtner ihre Grundstücke „aus solchen gut gewässert“. „Der Verwaltung ist eine solche Auflistung nicht bekannt“, sagte Hauptamtsleiter Kohler.

Neuler teurer als Hüttlingen?

Der Gemeinderätin Andrea Hadlik ist aufgefallen, dass im Zusammenhang mit der neuen Grundsteuer vergleichbare Bodenrichtwerte in Hüttlingen anders eingestuft seien als in Neuler: „Können Gutachterausschüsse in der Verwaltungsgemeinschaft Aalen anders bewerten als in der Verwaltungsgemeinschaft Ellwangen?“, wollte sie wissen. Vergleichbare Grundstücke in Neuler seien höher eingestuft als in Hüttlingen, obwohl Hüttlingen näher an Aalen liegt, als Neuler an Ellwangen, was man beispielsweise an Bauplatzpreisen erkennen könne.

Der Verwaltung ist dies bis jetzt nicht aufgefallen, will sich aber dieser Sache annehmen.

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