Innen- vor Außenentwicklung in Neuler

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4,8 Hektar Flächenbedarf ermittelt der Regionalplan bis 2035 für Neuler. Innerörtliches Potenzial soll dabei vorrangig gehoben werden.
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Wie kann Neuler weiter wachsen und welche Potenziale schlummern im Ort? Wichtige Antworten dazu gib t der Regionalplan bis 2035.

Neuler

Zu wichtigen zukunftsweisenden Entscheidungen für die Gemeinde hatte Bürgermeisterin Sabine Heidrich zur Sitzung am Mittwochabend zwei Fachleute eingeladen. Regionalverbandsdirektor Thomas Eble erläuterte mit einem vierzig minütigen Vortrag die Regionalplanfortschreibung 2035. Dieser Plan, der dann bis zum Jahr 2035 im Groben Gültigkeit habe, weise Vorbehalts- und Vorranggebiete für zum Beispiel Freiflächen-Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen aus.

Bedarf bei 4,8 Hektar Fläche

Auch das Thema Innen- und Außenentwicklung des Ortes sei im Fokus. Die Gemeinde Neuler habe aus ihrer Sicht die Möglichkeit Stellung zu dieser Fortschreibung zu nehmen. Bei den Ausführungen von Eble wurde klar, Neuler habe für Innen- und Außenentwicklung in den nächsten fünfzehn Jahren einen Bedarf von 4,8 Hektar Fläche. Die Analyse gebe nur den groben Rahmen vor, in dem sich die Gemeinde entwickeln solle.

Besondere Situationen, wie zum Beispiel der Ukraine-Krieg sollen bei der nächsten Erhebung berücksichtigt werden. In dem Plan werden auch Vorbehaltsgebiete für Flächenphotovoltaik ausgewiesen. Mit dem gemeindeeigenen Flächenbedarf sei aber auch die Freiraumstruktur berücksichtigt.

Hier werde auf das Landschaftsbild, Biotope, Kompensationsflächen und den Landschaftsschutz geschaut. Vorranggebiete seien Gebiete, deren derzeitige Nutzung Vorrang vor anderen Nutzungsmöglichkeiten haben. Vorbehaltsgebiete dagegen seien solche, bei denen die Möglichkeit der Umnutzung bestehe. Als Fazit seines Vortrages bemerkte der Regionalverbandsdirektor, dass Neuler in allen Bereichen, in denen es Entwicklunspotential habe, es keine Hindernisse für die Realisierung gebe. Abschließend bemerkte Bürgermeisterin Heidrich, dass Innenentwicklung in den nächsten Jahren vor Außenentwicklung anzustreben sei. Allerdings müsse für den Ort als Zeichen seiner Vitalität auch Außenentwicklung moderat möglich sein. Mit zwei Enthaltungen wurde der Beschlussvorschlag angenommen.

Kommunale Wärmeplanung

Ein nächstes zukunftsweisendes Thema: die freiwillige kommunale Wärmeplanung. Hier referierte Florian Schirle von der Aalener Hochschule. Aufgabe und Ziel sei es die Gemeinde über ihre Möglichkeiten zu informieren und eventuell Wärmeplanung im Konvoi (bestehend aus mindestens aus drei Kommunen) auf den Weg zu bringen. Die Partner für Neuler wären die Gemeinden Westhausen, Lauchheim, Rainau und Hüttlingen. Als ersten Punkt sei es wichtig, so Schirle, einen Datenpool zu erstellen.

Diese Bestandsanalyse entstehe zum Beispiel aus den Daten, die zum Beispiel die Schornsteinfeger zu den einzelnen Haushalten haben. Nach der Analyse würden diese Daten wieder gelöscht und blieben im fortschreitenden Prozess anonym. Alle empfohlenen Maßnahmen, sei es Wärmegewinnung durch Biogasanlagen, Fernwärme oder Geothermie, seien für jeden Einzelnen freiwillig. Lediglich werde gefordert, dass innerhalb von fünf Jahren drei Maßnahmen angestoßen werden sollten.

Diese könnten aber auch von kommunaler Seite kommen, wie beispielsweise eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Rathauses. Die Erarbeitung einer kommunalen Wärmeplanung koste die Gemeinde, so der Mitarbeiter der Hochschule, zirka 5.000 Euro. Dies sei der Eigenanteil von zwanzig Prozent der Gesamtkosten. Die kommunale Wärmeplanung wurde einstimmig in Austrag gegeben.

Aus dem Gemeinderat

Neue Wandertafeln

Neuler möchte sich mit seinen Teilorten für Touristen und Einheimische gut präsentieren. Daher seien neue Wandertafeln in Auftrag zu geben. Eine Karte soll den Ortsteil darstellen. Jeder Teilort solle die Möglichkeit erhalten, seine schönsten Seiten zu beschreiben. Aus welchem Material die Tafeln hergestellt werden und wie genau ihr Inhalt sei, möchte die Bürgermeisterin mit den Bürgern erarbeiten. Wichtig sei, eine einheitliche Tafel für alle Ortsteile zu erstellen. Die Räte beauftragten Stefanie Schmid (Neuler) und Christiane Hirsch (Schwäbisch Gmünd), Konzepte für die Tafeln zu erarbeiten, die dann den Räten vorgestellt werden sollen.

LED-Straßenbeleuchtung

Die Umrüstung auf LED-Leuchten wurde an die Firma Elektro-Jerg aus Aalen mit einer Angebotshöhe von 26 826 Euro vergeben. Für diese Summe werden 62 Natriumdampfleuchten ausgetauscht.

Ärztliche Versorgung

Neuler tritt der Genossenschaft zur ärztlichen Versorgung im Raum Virngrund bei.

Adventsmarkt Brühlschule

Dieses Jahr soll es am dritten Adventssamstag, 10. Dezember, ab 15 Uhr im Schulhof der Brühlschule einen Adventsmarkt geben. 

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