Kita-Schließungen in Neuler

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Auch an der Brühlschule Neuler (im Bild) muss ein Klassenverband mit samt der Familien in Quarantäne, zwei Kitas sind geschlossen. Die Betroffenen erhalten Unterstützung von der Gemeinde Neuler und der Kirchengemeinde.
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Die britische Mutante wurde nachgewiesen. Das bedeutet: vorsorglich Quarantäne für 57 Familien mit 216 Personen.

Neuler

In der Gemeinde Neuler ist am Wochenende die britische Mutante des Coronavirus an einer Einrichtung nachgewiesen worden. Zur Vorsicht und um das Geschehen einzudämmen, werden der Kindergarten St. Benedikt und die Kindertagesstätte Mutter Teresa bis auf weiteres geschlossen.

Auch die Grundschule Brühlschule mit den rund 140 Schülerinnen und Schülern ist teilweise von der Schließung betroffen, für einen Klassenverband und deren Familien wurde vorsorglich eine 14-tägige Quarantäne angeordnet.

Bürgermeisterin Sabine Heidrich bestätigte, dass am Freitag und Montag viele Familien mit dem gesamten Haushalt unter Quarantäne gestellt wurden. "Wir mussten rasch reagieren. Das Ausbruchsgeschehen ist diffus, es gibt Infektionen mit der herkömmlichen, aber auch der britischen Virus-Variante. Wir erstellen derzeit Informationen und Bescheide für die betroffenen Familien."

Den Schülerinnen und Schülern übermittelt die Brühlschule ein Lernpaket. Die in Quarantäne befindlichen Familien erhalten Unterstützung durch die Hand-in-Hand-Hilfe von der bürgerlichen und kirchlichen Gemeinde für Besorgungen und Einkäufe, berichtet Heidrich. Die Informationen, wer zu isolieren ist, erhält die Gemeinde vom Gesundheitsamt. Als ortspolizeiliche Behörde stellt die Gemeinde die Anordnungen aus und sorgt für deren Einhaltung.

Neulers Hauptamtsleiter Julian Kohler gibt einen Überblick: "Die genaue Anzahl der Personen, für die Quarantäne angeordnet wird, können wir nicht mitteilen. Die Meldungen des Gesundheitsamtes gehen bei uns derzeit noch laufend ein."

Die Ereignisse überrollen uns gerade.

Sabine Heidrich Bürgermeisterin Neuler

Die Pressesprecherin des Landratsamts, Susanne Dietterle, präzisierte diese Zahlen am späten Nachmittag: Für bislang 57 Familien mit insgesamt 216 Personen wurde stand Dienstag durch das Gesundheitsamt Quarantäne angeordnet.

Sabine Heidrich ergänzt: "Die Ereignisse überrollen uns gerade, daher müssen wir schnell mit den Bescheiden sein. Teil unserer Strategie ist es nun auch, rasch Schnelltestkapazitäten in den Einrichtungen vor Ort aufzubauen, bevor wir daran denken können, die Einrichtungen wieder zu öffnen, und um die Situation am Ort zu beruhigen."

Dies geschieht in Abstimmung mit dem Landratsamt. "Bei den Kitas ist es aber aktuell noch unklar, ob und wie wir zu den Tests kommen, denn diese sind derzeit nicht Bestandteil der Teststrategie des Landes", bedauert Heidrich.

Bereits vor dem aktuellen Ausbruch war die Personaldecke an den Kitas und in der Grundschule angespannt, da einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Risikogruppen zählen und es zudem auch nicht corona-bedingte Krankheitsfälle gab.

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