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Blick auf das zukünftige Gelände für Pumptrack und Dirtbike in der Ziegeleistraße
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In Neuler sollen ein Pumptrack und Dirtjumps entstehen. Die Kommune hat dafür ein Crowdfunding-Projekt gestartet.

Nicht immer kann die Bürgermeisterin von Neuler Sabine Heidrich ihre Räten ein so interessantes, innovatives Projekt ans Herz legen, wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Mittwochabend in der Schlierbachhalle.

Begeistert war sie von der Möglichkeit für Neulers Kinder und Jugendliche, einen Pumptrack und Dirtjumps in der Ziegeleistraße 1 neben der Firma Fuchs Fensterbau zu erstellen. Dort könnten sich Neulers Radbegeisterte auf einem speziellen Rundkurs mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden ausleben. Gerade in so schwierigen Zeiten wie diesen sei diese Lösung genial.

Die Gemeinde werde den Bau und Betrieb übernehmen, versprach die Bürgermeisterin. Die planerische Unterstützung, um das Ganze professionell anzulegen und den Fahrspaß zu garantieren, kommt von der Augsburger Firma Pumptrack. Sie verfüge über große Erfahrung in diesem Bereich und habe bereits den Dirtpark in Bartholomä und den Pumptrack in Aalen-Dewangen geplant und mitbetreut.

Die groben Erdarbeiten, so berichtete die Bürgermeisterin, werden durch die Neulermer Firma Haag-Bau umgesetzt. Die Feinmodellierung der Bahn wird Linus Ott, Mountainbiker und Mitarbeiter der Firma Pumptrack, durchführen. Er möchte einen Workshop anbieten, um die zukünftigen Nutzer mit einzubeziehen, die nicht nur bei der Feinmodellierung mit groben und feinem Schotter helfen könnten, sondern auch gleich damit für die Verantwortlichkeit der Anlage mit eingebunden werden. Restflächen sollen begrünt werden. Die Anlage soll offiziell vom TÜV abgenommen werden. Ein Zaun solle das ganze Areal eingrenzen und eventuell könnten Stahlkonstruktionen für Bandenwerbung angebracht werden.

Crowdfunding gestartet

Solch eine schöne Anlage kostet auch ganz schön viel Geld, was die Gemeinde für ihre radsportbegeisterten Jugendlichen investieren möchte, aber nicht ganz kann. Deshalb ist die Bürgermeisterin auf die pfiffige Idee gekommen, in Zusammenarbeit mit der VR-Bank Ellwangen diesbezüglich eine Crowdfunding-Aktion zu starten. Unter dem Motto „Viele schaffen mehr“ gelte es jetzt möglichst schnell Fans dafür zu finden. Die Bank trete dann auch als Spender auf. Für jede erste Projektspende über zehn Euro steuere die Bank zusätzlich 50 Prozent bis maximal 100 Euro bei.

Ab sofort gelte es Unterstützer mobil zu machen, denn in 90 Tagen soll das Projekt realisiert sein. In diesem Fall bis zu den Sommerferien. Zwei Wochen lang sollen Fans für das Projekt gesammelt werden. Danach beginnt die Finanzierungsphase und die Mitglieder können beginnen, möglichst viele Unterstützer zu finden, um das Projekt zu finanzieren. Das Projekt muss im vorgegebenen Zeitrahmen komplett finanziert sein, dann gebe auch die Bank ihren Anteil hinzu. Die Räte stimmten dem Projekt einstimmig zu und hofften so von der Gesamtkostensumme von 46 000 Euro die Hälfte über Spenden zu finanzieren.

Blick auf das zukünftige Gelände für Pumptrack und Dirtbike in der Ziegeleistraße Foto: sab

Mehr aus dem Gemeinderat: Neuler wächst weiter

Das Baugebiet „Spagen IV“ ist auf den Weg gebracht. Die Erschließung solle im Oktober diesen Jahres beginnen und bis zum Juli nächsten Jahres abgeschlossen sein. So können zukünftige Bauherren vielleicht schon im nächsten September oder Oktober den ersten Spatenstich tätigen. Änderungswünsche und Anfragen des Gemeinderates erläuterte Bauingenieur Alexander Jörg vom Ellwanger Planungsbüro „Stadtlandingenieure“.

Änderungen Wie gewünscht werden die Gehwege verbreitert und es ergebe sich dadurch eine Reduzierung der Fahrbahnbreite von zehn Zentimetern. Bei Erschließungskosten von 2,65 Millionen Euro können nicht alle Möglichkeiten der Erschließung sozusagen „frei Haus“ geliefert werden. Die Telekom habe ein Glasfasernetz zugesagt, Vodafone habe noch keine konkreten Aussagen gemacht und beim Gasanschluss halte sich die EnBW auch noch zurück.

Warum dies so ist, erläuterte der technische Vorstand Sebastian Maier. Weniger als 30 Prozent der Bauherren in einem Neubaugebiet, meinte er, wollen heute noch mit Gas versorgt werden. Wärmepumpen und andere Heizsysteme, die eine Bezuschussung bis zu 50 Prozent erfahren, sind das was die Bauherren bevorzugen. Auch politisch seien Lösungen gewollt, die möglichst viel CO2 einsparen. Daher seien Gasanschlüsse als Erschließung in Neubaugebieten nicht mehr wirtschaftlich darstellbar. Aber selbstverständlich würde man die auf den neuen Baugebieten geplanten Mehrfamilienhäuser an die Gasleitung anschließen, falls es der Investor wünsche.

Im Baugebiet „Gaishardt Dorffeld I“ ist man schon einen Schritt weiter. Die Erschließungsarbeiten werden hier an die Firma Haag-Bau zum Angebotsendpreis von 324 917 Euro vergeben. sab

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