Wo Bananenschalen fliegen, da kehre gerne ein

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Jahreskonzert des Musikvereins Neuler begeistert und überrascht das Publikum.

Neuler. Bei einem Konzert einmal Bananenschalen fliegen zu sehen, dürfte man nicht alle Tage erleben. Aber am Samstag beim Jahreskonzert des Musikvereins Neuler in der Schlierbachhalle sehr wohl ...

Den Beginn eines der schönsten und musikalisch sehr weit oben angesiedelten Konzerte übernahm die Jugendkapelle unter der Leitung von Erwin Schwichtenberg. Bei den jüngeren Musikerinnen und Musikern war die Spielfreude und schon eine große Erfahrenheit im Umgang mit ihren Instrumenten zu spüren. Deshalb braucht sich der Verein keine Gedanken über Nachwuchsengpässe machen, ebenso wenig über die Zahl derer, die ins aktive Orchester nachrücken können. Zur Eröffnung spielten sie "Te Deum Prelude, besser bekannt als die Eurovisionshymne aus dem Fernsehen. Aber auch Pop hatten sie im Gepäck und sorgten mit ihrer Spielweise für viel Applaus.

Der Gastverein aus Jagstzell unter der Leitung von Dirigent Klaus Prochaska lud das Publikum ein, bei einen Besuch namhaften Persönlichkeiten dabei zu sein. Auch hier waren die unterschiedlichen Register tadellos besetzt, sodass von der Ouvertüre der Oper "Titus" von Wolfgang Amadeus Mozart über das Konzertwerk "Nostradamus", dem Konzertwalzer "Die Schlittschuhläufer" von Emil Waldteufel bis zu den "Children of Sanchez", einer Filmmusik von Chuck Mangione, die Musikerinnen und Musiker sicher sein konnten, genau das Richtige ausgesucht zu haben. Der Applaus war deutlich.

Bei den Aktiven des Musikvereins Neuler stand ebenfalls Erwin Schwichtenberg am Pult. Sie übernahmen den dritten Teil des Abends nach der Ehrung einiger verdienter Musiker und fördernder Mitglieder. Schwichtenberg hatte eine Reise um die Welt zusammengestellt, die in Seoul begann. Mit dem Olympischen Feuer von 1988 trugen sie den "Olympic Spirit", einer Fanfare von John Williams, also den Olympischen Geist weiter nach Irland. "Lord Tullamore" steht nicht nur für Whiskey, sondern auch für die Seele von Irland mit seinen Landschaften und träumerisch-gefühlvollen Balladen. Von Afrika aus, wo der Musikverein ein Bild des Films "Jenseits von Afrika" skizzierte, schlugen sie den Bogen zurück nach Europa. Erst nach Belgien mit dem Konzertmarsch "Arsenal", um dann in Berlin in "Erinnerung an Zirkus Renz" das Publikum überraschten.

Humorvoll ging's weiter: Nach gegenseitigen Sticheleien der Brüder Daniel und Jannik Bieg am Instrument flogen Bananenschalen aus den Reihen der Musiker, woraufhin einer der Beiden ging und der Andere alleine weiterspielte. Aber nicht lange, denn als Clown verkleidet und auf einem "Pferd" reitend, gesellte sich der Bruder wieder auf die Bühne, um mit einer Fernbedienung das auf einer Hebebühne postierte Xylophon rauf- und runterfahren zu lassen, während weitergespielt wurde. Das Publikum zollte langanhaltenden Applaus.

Geehrt wurden für zehnjährige aktive Tätigkeit: Annette Reeb, Hanna Rupp und Lukas Rupp mit der Ehrennadel in Bronze. Die Ehrennadel in Gold erhielten für 30-jährige fördernde Mitgliedschaft: Kurt Abele, Gudrun Brenner, Edmund Haag, Karl Sorg und Franz Weis. Bestandene D1 Lehrgänge: Antonia Apprich, Christian Schmid, Sabrina Ilg D2 Lehrgänge: Julia Abele, Laura Borst, Justus Kurz, David Ott, Moritz Riek, Timon Schips und Fabian Schmid.

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